"Kinderwunsch - Wunschkind - Designerbaby"

© Maier-Scheffler

Renate Maier-Scheffler Leiterung Diakonische Bezirksstelle Nürtingen

Die ökumenische  Woche für das Leben findet  vom 29. April bis 06. Mai 2017 statt.
Es soll bei dem diesjährigen Jahresthema um Geburt und Zeugung gehen.
Dazu gehören die damit zusammenhängenden Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken und der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten.
Eigentlich ist Fortpflanzung ein natürliches Thema. In der Schwangerenberatungsstelle der Kreisdiakonie beobachten wir jedoch, dass die Familienplanung zunehmend einem Machbarkeitsglauben unterliegt. Die Auswirkungen auf Frauen und Paare, erleben wir in der Beratungsstelle oft als druckvoll und schmerzhaft.  
Ungewollt kinderlose Paare informieren sich oft  im Internet über die vielfältigen Möglichkeiten von der Eizellenspende, Samenspende, Leihmutterschaft bis zur PID.
Wenn dies in Deutschland nicht gesetzlich möglich ist, bieten viele Institute in anderen Ländern die Verwirklichung des Kinderwunsches an.
Die Kirchen thematisieren in der Woche für das Leben die vielfältigen ethischen Fragen.
Etwa die nach dem Umgang mit „überzähligen“ Embryonen, oder die Auswirkungen bei dem möglichen Auseinanderfallen biologischer, rechtlicher und sozialer Elternschaft oder die den Gefahren von Selektion für den Einzelnen und die Gesellschaft.
Es ist ein Spagat sich denn medizinischen Fortschritten nicht zu entziehen und doch
aufmerksam unsere christliche Verantwortung wahrzunehmen.
Diese besteht, wie so oft, nicht in einfachen, pauschalen Lösungen oder Appellen, sondern darin, die Unverfügbarkeit des Lebens zu betonen und doch die betroffenen Frauen und Paare nicht allein zu lassen.

Renate Maier-Scheffler
Leitung Diakonische Bezirksstelle Nürtingen