Geistliches Wort zum "Ökumenischen Hausgebet im Advent" am 11. Dezember

Pfarrer Andreas Stiehler

Liebe Leserinnen und Leser,
heute Abend läuten wieder um 19.30 Uhr die Glocken zum „Ökumenischen Hausgebet im Advent“.
Das „Hausgebet im Advent“ ist jedes Jahr ein besonderer Anlass, ökumenische Gemeinschaft zu pflegen. Für viele ist das Hausgebet zu einer guten Gewohnheit zur Vorbereitung auf Weihnachten geworden. Das Hausgebet wird, wie es der Name schon sagt, in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus oder in dem der Nachbarn gefeiert. Am Abend läuten zwar die Glocken der Kirchen, aber sie rufen nicht zum Gottesdienst ins Gotteshaus.  An diesem Abend kommt die Kirche in die Häuser. Das Beten als die Grundform des christlichen Glaubens soll Menschen in ihrem Alltag zusammenbringen und verbinden. Das Singen und Beten möchte auch in der eigenen Wohnung einen Platz und Raum finden. Nachbarn, Freunde, Verwandte treffen sich an diesem Montagabend in der Adventszeit, um sich zu besuchen, miteinander zu singen, zu beten, auf Bibelworte zu hören und ins Gespräch zu kommen.
Für die Gestaltung dieses gemeinsamen Treffens zwischen den Mitgliedern verschiedener Konfessionen stehen Faltblätter zur Verfügung, die jedes Jahr rechtzeitig von der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)“ herausgegeben werden. In diesem Jahr steht das Faltblatt unter dem Thema „Hoffnung, die weiter trägt“. Es enthält Gebete, Lieder, Texte, eine meditative Bildbetrachtung und eine Seite für die Kinder.
Dieses Faltblatt kann auch über das Hausgebet hinaus im Religionsunterricht, bei Feiern in Gemeindekreisen, in Heimen und Krankenhäusern verwendet werden.  Es liegt in den Kirchen und Pfarrämtern zum Mitnehmen bereit.
Alle sind eingeladen diese Möglichkeit der Besinnung im Advent zu nützen, das eigene Haus, die eigene Wohnung für andere zu öffnen, mit der Nachbarschaft in Kontakt zu treten, die Gemeindemitglieder anderer Konfessionen kennen zu lernen. Es ist eine Chance miteinander Advent zu feiern, miteinander zu singen und auch zu musizieren. Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, den Ort des Zusammenseins mit Kerzen oder einem Adventskranz festlich zu gestalten.
Das Hausgebet im Advent lebt von dieser Bereitschaft Herzen und Türen zu öffnen.
Pfarrer Andreas Stiehler, Beuren