Die Predigt als Hauptstück des evangelischen Gottesdienstes

„So kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber aus dem Wort Gottes.“ (Römer 10, 17)

Die Aufgabe der Predigt ist die Verkündigung der guten Nachricht von Jesus Christus. Die gute Nachricht von Jesus Christus meint das, was er gesagt und getan hat ebenso wie sein Sterben und seine Auferstehung. Erzählt wird uns davon in der Bibel. Und deshalb ist die Predigt Auslegung eines biblischen Textes.
 
Diese Auslegung aber hat zu geschehen für die Gemeinde der jeweils anwesenden Menschen. Der Prediger hat die gute Nachricht also verständlich für den heutigen Hörer und die heutige Hörerin zuzusprechen. Und dabei will die evangelische Predigt so von Gott reden, dass die Gemeinde darin die Anrede Gottes selbst hört. Denn nach evangelischem Verständnis ist der Glaube nicht ein menschliches Produkt aus den Tiefen des eigenen Grübelns, sondern ein Geschenk Gottes aus dem Hören auf sein Wort in der Predigt (vgl. Römer 10,17). Darin aber liegt die herausragende Bedeutung des Gottesdienstes.


Predigttexte
Für die sonntägliche Predigt gibt es innerhalb der EKD sechs Jahresreihen von Bibeltexten, nach denen in den Gottesdiensten gepredigt wird. So wiederholen sich die Predigttexte erst nach sechs Jahren. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat diese Reihen mit minimalen Änderungen übernommen und zudem eine weitere mit alternativen biblischen Predigttexten zusammengestellt. Eine neue Predigtreihe beginnt jeweils mit dem Anfang des neuen Kirchenjahres am ersten Advent. Über den je aktuellen Predigttext informiert das Kalenderblatt auf elk-wue.de.
 
Die Predigttexte der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie der Evangelischen Kirche der Union und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands können für 4,20 Euro beim Gesangbuchverlag Stuttgart bestellt werden ( verwaltung.emhdontospamme@gowaway.dont-want-spam.elk-wue.de, Tel.: 0711/ 2 22 76 96).