Kennenlernsynode am 21. Februar 2014 im Roßdorf

Wie viele Hausbesuche leisten die Diakoniestationen pro Tag ?

Wie viele Hausbesuche leisten die Diakoniestationen pro Tag ?
Welche ist die kleinste und welche die größte Kirchengemeinde im Kirchenbezirk ?
Mit einem belebenden Quiz über den Kirchenbezirk brachte Dekan Waldmann Bewegung in die erste Bezirkssynode mit den neu gewählten Bezirkssynodalen.
1286 Hausbesuche machen die Diakoniestationen pro Tag. Die kleinste Kirchengemeinde mit 86 Mitgliedern ist Bodelshofen, die größte Wendlingen mit 5375.
Hätten sie das gewusst ?
Eröffnet wurde die Bezirkssynode  mit einem stärkenden Gottesdienst von Dekan Waldmann über die lebendige Hoffnung in der Stephanuskirche im Roßdorf.
Nach einer Begrüßung durch den Kirchenbezirksvorsitzenden Dieter Oehler stellten sich die Bezirkseinrichtungen: Jugendwerk, Diakonie ,Erwachsenenbildung, AG Hospiz und Pro Indonesia mit anschaulichen Kurzpräsentationen vor.
Eine gute Stunde lang gab es dann die Möglichkeit in einer Ausstellung an Ständen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der genannten Einrichtungen aber auch dem Samariterstift, der Kirchenmusik oder dem Weltgebetstag ins Gespräch zu kommen.
Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz, für das die Stephanusgemeinde gut gesorgt hatte.
Frisch gestärkt ging es in die Beratungsrunde der vier Distrikte. Es galt sich Kennenzulernen und die dreizehn Bezirksämter vorgestellt zu bekommen, in die bei der nächsten Bezirkssynode am 28.März 54 Delegierte gewählt werden.
Zum Abschluss eines informationsreichen Abends kamen die Synodalen noch einmal zu einer Abendandacht im Gottesdienstraum zusammen. Bezirkskantorin Angelika Rau Čulo begleitete mit wunderschöner Klaviermusik die Andacht von Pfarrerin Birgit Mattausch, die  niemanden unberührt ließ.

Wahlsynode am 28. März 2014 in Oberensingen - Kirche schafft Amt für Flüchtlingsarbeit

Monika Johna berichtete der Bezirkssynode vom Stand der Planungen für den Kirchentag in Stuttgart nächstes Jahr. Foto: cri

Autor: Nürtinger Zeitung -Christina Rintye

Nürtinger Bezirkssynode tagte: Vertreter der Gremien wurden bestimmt und ein Ausblick auf den Kirchentag 2015 gegeben

Am vergangenen Freitag tagte die Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen im Oberensinger Gemeindehaus K2O. Neben der Wahl zahlreicher Ämter und Gremien wurde das neue Amt für Flüchtlingsarbeit des Kreisdiakonieverbands vorgestellt und Monika Johna präsentierte das Konzept für den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart 2015.
 
NT-OBERENSINGEN. In Zeiten der stetig wachsenden Flüchtlingszahl ist es besonders wichtig, dass es jemanden gibt, der sich um die Menschen kümmert, die in unserem Land Schutz suchen. Deshalb bekam Ragini Wahl, die sich bisher ehrenamtlich für die Asylanten im Kirchenbezirk Nürtingen einsetzt, nun Unterstützung.
Der Kreisdiakonieverband Esslingen schuf ein Amt für Flüchtlingsarbeit, welches von Veronica Schlechter bekleidet wird. Schlechter studierte soziale Arbeit in Neuhausen und betreut bisher in einer 50-Prozent-Stelle minderjährige Flüchtlinge in einer Wohngruppe, die ohne Begleitung nach Deutschland kamen. Mit dem neuen Amt für Flüchtlingsarbeit, das ebenfalls als Halbtagsstelle angelegt ist, lasse sich ihre bisherige Tätigkeit optimal ergänzen, so Schlechter.
In ihrer neuen Arbeitsstelle habe sie Nürtingen bereits kennenlernen dürfen, erzählt Schlechter. „Ich mache mir ein Bild, um zu sehen, wo genau der Bedarf ist zu helfen.“ Dabei sei ihr aufgefallen, dass im Vergleich zu anderen Kirchenbezirken, in denen sie sich mit dem Thema Flüchtlingsarbeit auseinandersetzte, in Nürtingen schon einiges bewegt würde, wie gemeinsame Gottesdienste oder Konfirmandenarbeit. Dekan Michael Waldmann wünscht ihr alles Gute und freut sich über die zukünftige Zusammenarbeit.
Neben der Vorstellung des neuen Amtes für Flüchtlingsarbeit stand eine Vielzahl von Wahlen in verschiedene Ämter und Gremien auf der Tagesordnung. Als Erster Vorsitzender der Bezirkssynode wurde Dieter Öhler gewählt, der dieses Amt bereits in der vorangegangen Legislaturperiode bekleiden durfte.
Zum Kirchenbezirksausschuss wurden Dr. Andrea Fausel, Ellen Gneiting, Gerda Keller, Waltraud Kurz, Karin Löw und Stefanie Weiss als Bezirkssynodale gewählt. Zusätzlich wurden drei Mitglieder in den Kirchenbezirksausschuss gewählt, die ein Pfarramt bekleiden. Diese sind Dr. Dörte Bester, Michael Karwounopoulos und Gunther Seibold.
Beim Kirchentag wird mit über 100 000 Menschen gerechnet
Stefan Wannenwetsch, der bereits seit zwölf Jahren als Diakoniepfarrer tätig ist, wurde erneut in dieses Amt gewählt. Die Bezirkssynode entschied einstimmig, ihn in den Vorstand des Kreisdiakonieverbandes zu entsenden. Der Kreisdiakonieverband setzt sich jeweils aus einem Mitglied aus Esslingen, Bernhausen, Kirchheim und Nürtingen zusammen. Er besteht aus einem Dekan, einem Diakoniepfarrer, einem Ersten Vorsitzenden einer Bezirkssynode und einem Erster Vorsitzenden des Diakonischen Bezirksausschusses.
Wolf-Peter Bonnet, Heike Seibold-Schmid und Ragini Wahl wählte man in den Diakonischen Bezirksausschuss. „Ein wichtiges Spektrum des Diakonischen Bezirksausschusses ist die Flüchtlingsarbeit, jedoch ist dies nur eine Aufgabe von vielen“, so Dekan Michael Waldmann.
Als Mitglieder der Verbandsversammlung des Kreisdiakonieverbandes Esslingen begrüßt er Wolf-Peter Bonnet, Michael Karwounopoulos und Heike Seibold-Schmid. Ferner wurde entschieden, dass Karin Löw vom Bezirksarbeitskreis Frauen an der Wahl zum Beirat für Chancengleichheit in Stuttgart teilnehmen werde.
Neben dem regelrechten Wahlmarathon wurde den Mitgliedern der Bezirkssynode der aktuelle Planungsstand des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages vorgestellt, der vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart stattfinden wird. Monika Johna aus dem regionalen Team der Württembergischen Landeskirche, zuständig für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit, lud die Gemeinden dazu ein, sich am Kirchentag zu beteiligen.
Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 aus dem Versagen der Kirche während des Krieges heraus gegründet und fand in den Jahren 1952, 1969 und 1999 ebenfalls in Stuttgart statt. Mit den Jahren stieg seine Besucherzahl stetig an, sodass für das kommende Jahr rund 100 000 Dauerteilnehmer und 40 000 Tagesteilnehmer in Stuttgart erwartet werden. Über 2000 Veranstaltungen sollen sich über verschiedene Orte der Landeshauptstadt erstrecken.