Mitarbeiterausflug ins nahegelegene Biosphärengebiet Schwäbische Alb

„Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ – So dachte auch Dekanatssekretärin Gerda Armbruster, als sie wieder in bewährter Weise den Mitarbeiterausflug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gesamtkirchengemeinde und Kirchenbezirk geplant hat. Vor unserer Haustüre liegt das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, das in diesem Jahr das Ziel des Ausflugs war. Erste Station der Fahrt mit dem Reisebus war das bekannte „Lagerhaus an der Lauter“ in Dapfen, das eines der Partner im Biosphärengebiet ist. Die Schokoladen- und Seifenmanufaktur bietet verführerische Köstlichkeiten, duftende Seifen und Hautpflegeprodukte mit Inhaltsstoffen aus der Region. Es war Zeit eingeplant, in diesem besonderen Ambiente Kaffee und Kuchen oder ein Eis zu genießen. Jochen Rominger, ehemaliger Jugendreferent im ejbn, der jetzt im Biosphärenreservat beschäftigt ist, hat sich bereit erklärt, der Gruppe einige interessante Informationen über das Biosphärengebiet aufzuzeigen. Es war zu spüren, dass er sich in seiner jetzigen Arbeit sehr wohl fühlt und sich ganz damit identifizieren kann. So ließ er uns an den Besonderheiten diese Kulturlandschaft mit reicher Naturausstattung teilhaben, wir hörten, dass 29 Städte und Gemeinden aus zwei Regierungsbezirken und drei Landkreisen beteiligt sind. Die Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf sind ein markantes naturräumliches Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets. Aber auch die landschaftsprägenden Streuobstwiesen im Albvorland und die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden, Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Biosphärengebiet. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen, welcher zentral in der Gebietskulisse liegt. Kulinarische Köstlichkeiten bringt das Biosphärengebiet hervor, so war es interessant zu hören, dass inzwischen von der Brauerei Berg ein Bier mit dem Namen „Schäfleshimmel“ gebraut wird, das die Gerste zur Grundlage hat, die den Alblinsen beim Wachsen als Pflanze zum Festhalten dient.

Nach dieser süßen Stärkung und Wissenserweiterung brachte uns der Bus zu Willi Wolf, dem „Schwäbischen Cowboy“. Während uns der langersehnte Regen abkühlte, erfuhren wir von Willi Wolf, direkt neben der Weide in Meidelstetten, Interessantes über seine Albbüffelherde, die ca. 280 Tiere (Mutterkühe, Kälber und 2 Bullen) umfasst. Die gesundheitlich sehr robusten Tiere werden von Willi Wolf und einem weiteren Mitarbeiter versorgt. Der Regen war für ihn willkommen, da für die Büffel täglich tausende Liter Wasser notwendig sind, damit die Büffel sich in der Schlammkuhle abkühlen können, da sie keine Schweißdrüsen besitzen. Wir hörten von der Hirarchie in einer Herde und der Leitkuh, die ihre Stellung nicht verteidigen muss, sondern automatisch akzeptiert wird. Manche Verhaltensweisen seien der des Menschen ähnlich, war eine Aussage von Willi Wolf, die uns zum Schmunzeln brachte. Büffelkäse wird bei Willi Wolf nicht hergestellt, er hat lediglich die Aufzucht und den Verkauf des Fleisches zum Ziel, das dann auf den Speisekarten der Partner des Biosphärengebiets zu finden ist.

Nach dieser Informationsfülle wartete auf uns ein kulinarischer Abschluss im Bio-Restaurant „Rose“ in Ehestetten, das ebenfalls Partner des Biospärengebiets ist. Bereits im Bus konnten wir aus der leckeren Auswahl unser Wunschabendessen auswählen, zu dem wir von unserem Arbeitgeber wieder eingeladen waren. Auf unserem Teller fanden wir kunstvolle Kreationen mit Alblinsen, bestes Fleisch vom „Biosphärenschwein“, das unter anderem mit Alblinsen, die nicht in den Verkauf gelangen, gefüttert wurde, und anderes. Bevor wir von unserem Busfahrer Herrn Mross von der Fa. Bader wieder sicher nach Nürtingen gefahren wurden, hatten wir noch die Möglichkeit in der Biomanufaktur Produkte des Biosphärengebiets einzukaufen, wie z.B. leckeres Brot und das Bier „Schäfleshimmel“.

Elvira Jaiser