Schwätzabend der Pfarramtssekretärinnen in Reudern

 

Immer größer wurde die Gruppe ehemaliger und aktiver Pfarramtsekretärinnen, die sich am 15. April 2008 gegen 17 Uhr vor der ReudernerKirche versammelte. Einmal jährlich – so ist es schon gute Tradition geworden – lassen sich die Sekretärinnen des Kirchenbezirks Nürtingen von einer Kollegin einladen, um den Arbeitsplatz und die Kirche vor Ort kennen zu lernen. In diesem Jahr war Waltraud Schatton aus Reudern die Gastgeberin.

Ankunft in Reudern

Im Pfarrhaus wurden wir von der freundlichen Pfarrerin Maren Pahl herzlich begrüßt und die Tür zum Pfarrbüro wie zum Amtszimmer stand uns offen. „Klein aber oho“ könnte man den Arbeitsplatz von Kollegin Waltraut Schatton beschreiben. Ein kleiner Raum, der zwar einen geräumigen Schreibtisch und genügend Schrank- und Regalflächen bietet, ansonsten aber nur die nötige Grundfläche zum Umdrehen. Die Helligkeit und angenehme Wärme gleicht die Waagschale allerdings wieder aus. Das direkt angrenzende Amtszimmer von Pfarrerin Pahl mit einem großen Schreibtisch und einer einladenden Sitzgruppe strahlt in gleichem Maße eine freundliche, angenehme Atmosphäre aus. Pfarrerin Pahl stand uns für Fragen zur Verfügung und so erfuhren wir schon an dieser Stelle Interessantes über die evangelische Kirchengemeinde in Reudern.

Büro und Amtszimmer

Im Anschluss an die Bürobesichtigung wurden wir von Frau Pahl durch die moderne, 40 Jahre alte, Kirche geführt. Die Lösung des Rätsels „Wo denn genau der renovierte Teil der Kirche sich befände“ musste sie allerdings selbst liefern. Der Kirchenraum ist mit den hellen Holztönen und Stühlen im ähnlichen Farbton ein Ort zum Wohlfühlen. Auffallend ist, dass Kanzel und Altar nicht an der Schmalseite der Kirche sind, sondern, dass Pfarrer und Liturg an der breiten Seite vor der Gemeinde stehen und dadurch eine größere Nähe zu den Zuhörern entsteht. Dies war für Maren Pahl bereits bei ihrer Bewerbung um die Pfarrstelle ein wichtiges Kriterium, wie sie uns erzählte.

Die Betonwände strahlen eine gewisse Kälte aus, diese wird aber durch den Lichteinfall, die interessante Architektur und nicht zuletzt durch die Bilder von Andreas Felger wieder aufgehoben.

 

Der Kirchenraum ist nur ein Teil des ganzen Gebäudes, das als Gemeindezentrum genutzt wird. Wir durften auch die anderen Räume besichtigen, in denen sich Jugendgruppen, Gremien und Chöre aufhalten und ausleben können. Der neue Küchenraum mit den ursprünglichen Möbeln bietet Platz für mehr Personen gegenüber dem vorherigen Raum, was bei den unterschiedlichen Aktionen, bei denen auch Verpflegung nicht fehlen darf, zum Tragen kommt.

Kirche

In ihrer lebendigen Art berichtete Frau Pahl von der Verbindung zur Behindertenhilfe Ermstal, die durch ein Gemeindeglied zustande kam. Regelmäßig werden gemeinsam Gottesdienste gefeiert und gegenseitige Besuche gemacht.

An vielen Stellen von Pfarrerin Pahls Ausführungen wurde deutlich, dass die Kirchengemeinde gerne noch weitere notwendige Renovierungsarbeiten durchführen würde, allerdings für diese Maßnahmen momentan das Geld fehlt. So müsste dringend eine neue Toilettenanlage eingebaut, Böden erneuert oder ein Jugendraum so umgebaut werden, dass er einen Fluchtweg erhält, um ihn überhaupt nutzen zu können.

Der Kirchengemeinde ist zu wünschen, dass sie die nötigen Mittel aufzubringt, damit in diesem Gebäude auch weiterhin reges Gemeindeleben stattfinden kann. Über dieses informiert ein jährlich neu erstelltes Faltblatt, das an die Gemeindeglieder verteilt wird und alle wichtigen Informationen für Jung und Alt enthält.

Ans Ende der Führung setzte Frau Pahl die Bildbetrachtung einer Batik-Gestaltung von Irene Ehle zu Jeremia 17,7-8

 

In diesem Raum konnte sie uns auch die Lösung des Rätsels präsentieren. Ein schmales Fenster vom Boden bis zur Decke erinnert an die Grenze von Alt- und Neubau.

Einkehr

Den Abend ließen wir noch bei einem gemütlichen Abendessen im Kräuterbühl ausklingen, wo auch genügend Raum zum regen Austausch war. Außerdem bedanken wir uns herzlich bei unserer Kollegin Waltraud Schatton für die Organisation dieses schönen Abends und natürlich auch bei Gerda Armbruster, die sich wieder darum gekümmert hat, dass der Termin überhaupt zustande kam und bereits ein Ziel für das nächste Jahr ausgemacht wurde. Voraussichtlich werden wir uns im nächsten Jahr bei Ruth Baron in Neckartailfingen treffen.

Elvira Jaiser

 

Aktualisiert am: 28.04.2008

Beim Abendessen