Zu Besuch bei Andrea Mitterfellner in Wolfschlugen

Unseren diesjährigen „Schwätzabend“ am 12. Mai verbrachten wir bei unserer Kollegin Andrea Mitterfellner in Wolfschlugen. Im „Pfarrsäle“ erwartete uns der erste Teil des Nachmittags, den Gerda Armbruster wieder in bewährter Weise organisiert hatte. Dieter Kunzmann, Bildungsreferent des Evangelischen Bildungswerks Esslingen, stellte uns die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche des Bildungswerks vor und gab uns einen Einblick in die Ursprünge und Wurzeln der Bildungsarbeit in der Evangelischen Kirche. Von Ute Berger erfuhren wir wichtige Punkte, die bei der Abrechnung von förderungsfähigen Veranstaltungen zu beachten sind, außerdem klärte sie uns über Neuerungen im Abrechnungssystem auf.

Nach dieser informativen Runde erwartete uns Pfarrer Michael Karwounopoulos bereits in der schönen Wolfschlugener Kirche, um uns diesen schönen Gottesdienstraum, der 2008 nach der Renovierung fertig gestellt wurde, nahe zu bringen. Die Kirche ist mit einem reichen Bilderschatz ausgestattet. An der Emporenwand entlang sind Bilder zu sehen, die entsprechend der biblischen Aussage aus dem 8. Kapitel des Römerbriefs  die Zusage verdeutlichen, dass nichts - keine Trübsal, Angst, Verfolgung oder Hunger oder Sonstiges, uns von Gottes Liebe scheiden kann.

Der Prediger auf der Kanzel muss seinen Blick automatisch auf die Bilder an der Emporenwand gegenüber des Altars richten, auf denen die 12 Apostel zu sehen sind. Die Gottesdienstbesucher richten von den Kirchenbänken ihren Blick Richtung Kanzel, hinter der ein kleiner „Balkon“ befestigt ist, der zwar nicht begehbar ist, an der Außenwand jedoch zwei interessante Bilder mit der zentralen biblischen Botschaft, der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi, zeigt.

Eine Pfarrertafel zeigt eine lückenlose Aufstellung aller Pfarrer aus Wolfschlugen seit der Reformation.

Das Runde Kirchenfenster, das über der Empore im hinteren Teil der Kirche zu finden ist, zeigt Gottes großartige Schöpfung. Das Bild zeigt auch wie das harmonische Schöpfungsbild durch Unwetter gestört wird, was Sinnbild für das Eingreifen und Stören des Menschen in Gottes Schöpfung bedeutet. Die Mitte des Bildes zeigt die Arche Noah und den Regenbogen. Der Regenbogen darf uns immer wieder an Gottes Zusage aus dem 1. Mosebuch erinnern: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Das Bild hat bereits Berühmtheit erlangt. Dieses Motiv ist auf Tauf- und Patenurkunden des Rauhen Hauses zu finden, ebenso wurden Karten und Plakate gefertigt.

An der Seitenwand ist ein Baum mit unzähligen grünen Blättern zu sehen. Für jeden Täufling wird ein Blatt beschriftet, das am Baum angebracht wird.  

 

Pfarrer Karwouopolous brachte uns dieses Kirchengebäude sehr eindrücklich nahe und es war spürbar wie wohl er sich in diesem „Haus“ fühlt. Dass sich auch andere Menschen in der Wolfschlugener Kirche heimisch fühlen ist der Gemeinde sehr wichtig, daher ist die Kirche täglich das ganze Jahr über geöffnet und für jeden zugänglich.  

 

Nach der Kirchenbesichtigung konnten wir noch den Arbeitsplatz unserer Kollegin besichtigen.

Unser Treffen ließen wir bei einem gemütlichen Abendessen in den Hexenbanner Stuben ausklingen, wo wir noch ausgiebig Zeit hatten, uns auszutauschen.

 

Elvira Jaiser