Sekretärinnentreffen in Raidwangen

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, kamen wir Pfarramtssekretärinnen des Kirchenbezirks Nürtingen bei unserem jährlichen Treffen in den Genuss, ein Kirchengebäude zu besichtigen, das kürzlich ein Jubiläum feiern konnte. Allerdings – anders als in Neckartailfingen im letzten Jahr - ist die Raidwanger Kirche eine relativ „junge“ Jubilarin. 100 Jahre steht sie nun in Raidwangen und die Gemeinde darf sich seitdem über ihre erste „eigene“ Kirche freuen, die sie mit viel Einsatz bauen konnte.
Man konnte es Pfarrer Wolfgang Maier abspüren, wie sehr ihm „seine“ Kirche am Herzen liegt, als er in seiner kurzen, eindrücklichen Andacht auf die Szenen der drei Kirchenfenster von Wolf-Dieter Kohler im Chor an der Ostseite der Kirche Bezug nahm. Stationen aus dem Leben Jesu sind dort zu sehen: Weihnachten – Kreuzigung – Auferstehung. Jeweils mit einem aussagekräftigen Symbol versehen, dem Reis, das im Buch des Propheten Jesaja die Geburt Jesu aus dem Stamm Juda voraussagt, die Dämonen, die durch den Tod Jesu besiegt wurden und der Tod, der durch Jesu Auferstehung seine Macht verloren hat.

Kirchenfenster an der Ostseite der Raidwanger Kirche von Wolf-Dieter Kohler

Pfarrer Maier nahm uns noch mit in die Geschichte der letzten 100 Jahre der Kirche und ihr Inventar. Das Kruzifix war ein Geschenk der Kirchengemeinde Nürtingen, die Orgel, die seit 1910 Bestandteil der Kirche ist, wurde im Jahr 2000 gründlich überholt und restauriert. Von den drei Glocken, die 1921 gestiftet und 2009 ausgetauscht wurden, sind heute zwei im Glockenmuseum in Herrenberg, die kleinste hat einen besonderen Platz im Durchgang von der Kirche zum Gemeindehaus gefunden. Dadurch, dass die Glocken aus Harteisenguss waren, hatten sie nur eine Lebensdauer von ca. 80 Jahren.

Pfarrer Maier mit dem Kruzifix, Glocke im Durchgang zum Gemeindehaus

Nach der Kirchenbesichtigung konnten wir noch das Büro unserer Kollegin Susanne Sonneck besichtigen, das sich im Pfarrhaus, etwas von der Kirche entfernt, befindet. Im Cafe Bauer in Großbettlingen, wo wir uns ein leckeres Abendessen genehmigten, konnte Gerda Armbruster noch unsere Kollegin Gisela Harrer aus Neckartenzlingen verabschieden, die nach 40 Jahren und 7 Monate Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht. Gleichzeitig konnten wir ihre Nachfolgerin Beate Welker begrüßen, die bereits ihren ersten Arbeitstag hinter sich hatte. Leider in Abwesenheit wurde Waltraud Schatton aus Reudern und Jutta Brändle aus Schlaitdorf/Altenriet verabschiedet. Beim gemütlichen Zusammensein konnten wir noch hilfreiche Themen aus unserem Arbeitsalltag austauschen. Es ist ein großer Vorzug, so eine große Zahl von Kolleginnen zu haben, die ein hilfreiches Netzwerk bilden, wo man sich gegenseitig bei Fragen und Schwierigkeiten unterstützen kann. Unserer Dekanatssekretärin Gerda Armbruster sind wir sehr dankbar, dass sie diese Treffen für uns organisiert und die Gemeinschaft untereinander somit fördert.

Gruppenfoto der Pfarramtssekretärinnen vor der Raidwanger Kirche