Kollegialer Austausch in Unterensingen

Der diesjährige „Kollegiale Austausch“ führte die Pfarramtssekretärinnen des Kirchenbezirks an einem sonnigen Donnerstagnachmittag im April nach Unterensingen, wo Pfarrer Reinhard Spielvogel die Gruppe vor der Michaelskirche begrüßte. Diese jährlichen Treffen sind eine wichtige und gute Möglichkeit zum Austausch und gegenseitigen Wahrnehmen. Sind doch die meisten Sekretärinnen ohne Kollegin in ihrem Pfarrbüro beschäftigt, so ist es einfach wertvoll, Mitstreiterinnen kennenzulernen, die irgendwo im Kirchenbezirk diesselben oder ähnliche Aufgaben verrichten und bei Gelegenheit auch für Fragen und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen.

Auf die Frage von Pfarrer Spielvogel, woran man eine „Michaelskirche“ erkennen könne, folgte die Antwort im Innern der Kirche, wo ein Kirchenfenster die Szene aus Offenbarung 20 darstellt, in welcher der Erzengel Michael den Satan in Ketten band.

Die Unterensinger Michaelskirche beherbergt einige Kunstschätze, auch jüngeren Datums. Herr Spielvogel brachte den Sekretärinnen diese sehr eindrücklich in ihrer Bedeutung nahe. Auf einem weiteren Kirchenfenster sind Szenen aus biblischen Geschichten zu sehen wie zum Beispiel der Fischfang des Petrus. Diese Geschichte erzählt wie die Fischer, darunter Petrus, nach einem erfolglosen Fischfang morgens erschöpft an Land kamen und Jesus sie – völlig entgegen der Erfahrung eines Fischers – aufforderte, morgens noch einmal hinauszufahren und sie dann die Erfahrung machen konnten, dass Gehorsam sich lohnt. Pfarrer Spielvogel war es wichtig, weiterzugeben, dass die Erfahrungen des Petrus auch heute noch für uns gelten und Jesus in gleicher Weise mit uns umgeht – er gibt immer eine neue Chance, er vergibt trotz Versagen.

Auf dem Altar findet sich ein gläsernes Kreuz, das aus einem Stein herauswächst und weit über ihn hinausgeht. Dem Künstler Fritz Mühlenbeck war es wichtig, den bereits überwundenen Tod Christi deutlich zu machen. Ein Kreuz voller Licht als Symbol für Christi Auferstehung, dies ist in den Glasstreben des Kreuzes zu erkennen. Der Stein steht symbolisch für das leere Felsengrab Christi, das am Ostermorgen, dem Morgen der Auferstehung, mit zur Seite gewälztem Stein vorgefunden wurde.

Eine besondere Skulptur aus Bronze zeigt eine Szene aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Das Bronzeschriftband, unterhalb der Szene des Vaters mit dem Sohn, soll eine Feuerflamme von Pfingsten darstellen. Sie trägt die Aufschrift: (Johannes der Täufer sagt das)  er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.(Lk.3,16).
Auch hier war es Herrn Spielvogel wichtig, den Sekretärinnen mitzugeben, dass Gott heute noch in gleicher Weise mit offenen Armen wartet, wenn Menschen eigene Wege gehen und von falschen Wegen umkehren.

Zum Abschluss erklangen noch zwei Lieder, die Pfarrer Spielvogel mit der Gitarre begleitete.

Nachdem von vielen noch die Möglichkeit wahrgenommen wurde, das Pfarrbüro von unserer Kollegin Birgit Dettinger zu begehen, traf sich die Gruppe zum gemütlichen Ausklang im Gasthof Löwen, wo genügend Raum zum Austausch war.
Unsere Gerda verabschiedete noch die Kolleginnen Karin Burk und Ruth Baron und begrüßte die neue Neuffener Kollegin Renate Munk. Außerdem gab es einige Jubiläen. Herzlichen Dank fürs Organisieren und Vorbereiten!

Elvira Jaiser