Pfarrplan 2011

Die Landeskirche hat einen Pfarrstellenstrukturplan, den sie fortschreibt. Er berücksichtigt die Zahl der aktiven Pfarrer und Pfarrerinnen, die demographische Entwicklung und die finanziellen Möglichkeiten der Landeskirche. Die Landeskirche gibt in ihrem Haushalt ca. 80% für Personalkosten aus (insbesondere Pfarrgehälter). Die Zahl der Pfarrstellen richtet sich also nach der Zahl der vorhandenen Pfarrerinnen und Pfarrer, den Gemeindegliederzahlen insgesamt und den voraussichtlichen finanziellen Möglichkeiten. Es geht um eine möglichst gerechte Verteilung der Pfarrstellen über die Landeskirche.

Synode

Die Landeskirche hat beim Pfarrplan 2011 insgesamt 68 Gemeindepfarrstellen in ganz Württemberg gekürzt. Nach Vorgabe der Landessynode müssen im Nürtinger Kirchenbezirk bis zum Jahr 2011 2,25 Pfarrstellen gestrichen werden. Konkret heißt das statt derzeit 34 Gemeindepfarrstellen im Kirchenbezirk noch 31,75.

1. Die Ziele des "Pfarrplan-Prozesses"

 

A Die demographische Abwärtsentwicklung wird weitergehen und es werden bei den nächsten Pfarrplanrunden immer höher werdende Gemeindegliederzahlen pro Pfarrstelle in Rechnung gestellt.
B Die Zahl der Pfarrstellen mit reduziertem Dienstauftrag in einem vernünftigen Maß halten und möglichst wenige 75% Stelle einrichten, weil diese schlecht besetzbar sind.
C Keine isoliert liegende Pfarrstellen mit reduziertem Dienstauftrag einrichten, sondern diese in einen nachbarschaftlichen Verbund eingliedern.
D Es soll nach diesem Pfarrplan keine Gemeinde ohne eigene Pfarrstelle verbleiben.
E Als Konsequenz ergab sich: Die Kürzung muss bei den großen Gemeinden im Kirchenbezirk ansetzen. Sie verlieren nur Pfarrstellenanteile, aber nicht das Pfarramt selbst.

Die Bezirkssynode hat am 24. März 2006 darüber beraten und beschlossen.

 

2. Beschlüsse
A Die Gesamtkirchengemeinde Nürtingen wird um 75% Pfarrstellenanteile reduziert.
a) Die Pfarrstelle Nürtingen-Enzenhardt wird aufgehoben.
b) Die Kirchengemeinde Nürtingen-Enzenhardt wird künftig von der Pfarrstelle Nürtingen Stadtkirche II versehen.
c) Die Pfarrstelle Nürtingen Stephanuskirche wird auf 75% reduziert. Die reduzierte Pfarrstelle wird von der neu zu schaffenden gemeindebezogenen Sonderpfarrstelle Nürtingen Hochschulseelsorge und Religionsunterricht entlastet.
d) In der Gesamtkirchengemeinde Nürtingen wird eine gemeindebezogene Sonderpfarrstelle Nürtingen Hochschulseelsorge und Religionsunterricht im Umfang von 50% eingerichtet. Ihr wird der Religionsunterricht in Höhe von 4 Stunden der reduzierten Pfarrstelle Nürtingen-Stephanuskirche zugewiesen sowie ein monatlicher Predigtauftrag an der Stephanuskirche.

Es wird beabsichtigt ca. 600 Gemeindeglieder der Stadtkirche II wohnhaft östlich der Bahnlinie dem Pfarramt Lutherkirche zuzuweisen, um die Pfarrstelle Stadtkirche II zu entlasten. Es wird weiterhin beabsichtigt, der Pfarrstelle Nürtingen-Versöhnungskirche eine Aufgabe der Gesamtkirchengemeinde zuzuordnen (z.B. Jugendpfarramt).

 

B Die Pfarrstelle Neuffen West wird um 50% reduziert.


C Die 50% Pfarrstelle Oberensingen-Hardt fällt weg.


D Die 50% Pfarrstelle Oberboihingen II fällt weg

Die Pfarrstelle Oberboihingen I wird durch Reduzierung des Religionsunterrichtsdeputats (2 Stunden) entlastet. Diese 2 Stunden werden  der Pfarrstellen Zizishausen übertragen.

Die Pfarrstelle Oberboihingen I wird durch Beteiligung der Pfarrstelle Reudern am Predigtplan in Oberboihingen (mindestens einmal pro Monat Doppeldienst) entlastet.

Das heißt:
Die Pfarrstelle Zizishausen bekommt 2 Stunden zusätzlich Religionsunterricht.
Die Pfarrstelle Reudern beteiligt sich am Predigtplan der Kirchengemeinde Oberboihingen und übernimmt mindestens einmal pro Monat als Doppeldienst einen Gottesdienst in Oberboihingen.

 

E Vertretungsaufgaben
Nach Umsetzung des Pfarrplans 2011 werden die Pfarrämter besonders mit Vertretungsaufgaben bei Vakaturen auch über den Distrikt hinaus betroffen sein, die bei diesem Pfarrplan noch nicht gekürzt oder mit zusätzlichen Aufgaben belastet wurden.

Dabei handelt es sich um das
Pfarramt Raidwangen, Pfarramt Schlaitdorf, Pfarramt Neuenhaus, Pfarramt Linsenhofen

 

F Erwartungen
Wir fordern außerdem die Kirchengemeinden
Raidwangen und Altdorf
Schlaitdorf und  Altenriet
Wendlingen und Unterboihingen
auf, in den nächsten Jahren nachhaltige Schritte der Zusammenarbeit zu tun  auf Gemeindefusionen hin.

Die Umsetzung muss bis 31. Dezember 2011 erfolgt sein.
Die Pfarrstelle Oberensingen-Hardt wird am 1.1.2009 wegfallen.
Die anderen Pfarrstellen werden nach Weggang der Stelleninhaber wegfallen oder reduziert.


Weiterführender Link: http://www.dezernat3.elk-wue.de/planung-einsatz-verwaltung-pfarrdienst/pfarrplan/