Kriterien

Der Pfarrplansonderausschuss Nürtingen (PPSA) verfasste Kriterien, die der Entscheidung für die Umsetzung des PfarrPlans 2024 zugrunde liegen, und setzte Prioritäten.

Formale Kriterien:

  • Es werden keine zusätzlichen Sonderstellen (z.B. Diakonie, Jugend) für den Kirchenbezirk errichtet. Die Dekansstelle, die PDA Stelle und die 25% Hochschulseelsorgestelle sind von der Landeskirche gesetzt und können nicht aufgelöst oder umgewidmet werden.
  • Grundsätzlich werden die Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrstellen zuerst beim Kürzen in den Blick genommen.
  • Die Kennzahlen der Landeskirche werden auf den Kirchenbezirk Nürtingen heruntergerechnet und beachtet, die Besonderheiten mit einbezogen. Es werden keine eigenständigen Berechnungsverfahren erstellt. Das heißt: Bei den Planungen sind die 4 Aufgabenfelder des Pfarramtes im Fokus: Gottesdienst /Verkündigung– Bildung – Seelsorge - Leitung
  • Die Anzahl der 50%-Stellen steht in einem angemessenen Verhältnis zu den
  • 100%-Stellen.
  • Geschäftsführende 50%-Stellen werden durch den OKR nicht genehmigt.
  • Die Schaffung von 75%-Stellen wird (möglichst) vermieden, da sie kaum besetzbar sind.
  • Es gibt weiterhin kleine und große Pfarrstellen. Deshalb wird bei der Planung des Pfarrplans kein Ausgleich der Gemeindegliederzahlen angestrebt. Es muss unterschiedlich große Pfarrstellen geben, damit ein Angebot für Pfarrerinnen und Pfarrer in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlicher Arbeitskraft bestehen bleibt.
  • Vergangene Kürzungen werden berücksichtigt. Das bedeutet nicht, dass die betroffenen Gemeinden nicht gekürzt werden – aber die Kürzung der Vergangenheit wird wahrgenommen und bedacht.
  • Bei allen Planungen gilt es nicht nur die nähere Zukunft im Blick haben, sondern auch die weitere Entwicklung bis 2030 zu bedenken (zum Beispiel Gemeindegliederzahlen 2030).

Inhaltliche Kriterien:
Die geistliche Aufgabe des Pfarrdienstes bekommt genügend Raum.
Neu zugeschnittene Pfarrstellen sind besetzbar und attraktiv.

  • Pfarrstellen werden in Kooperationsräumen gedacht:

    • Es gibt den/die Pfarrer/in im Ort, aber alle 3-4 Personen sind in den anderen Orten auch bekannt
    • Doppeldienste und regelmäßigen Kanzeltausch ermöglichen
    • Beerdigungs-, Urlaubs- und Seelsorgevertretung wird leichter
    • inhaltliche Schwerpunktsetzung pro Pfarrer/in im Kooperationsraum wird möglich
    • Veranstaltungen/Angebote werden miteinander verantwortet
    • Kooperation im KU wird befördert
    • Die Auswirkungen auf Nachbargemeinden werden beachtet.

  • Pfarrstellenstrukturen werden so geschaffen, dass Verwaltungsaufgaben gebündelt werden können.
  • Religionsunterricht-Deputat ist gut lebbar und wird als sinnvoll erachtet.
  • Es entstehen lebbare Strukturen. Wenn möglich und sinnvoll soll die kirchliche Struktur (im Sinne von Pfarrstellen) der kommunalen Struktur entsprechen.

Hohe Priorität gewannen im Laufe des Prozesses die inhaltlichen Kriterien und das Kriterium, dass Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrstellen zuerst beim Kürzen in den Blick genommen werden. Der Blick auf 2030 ist wichtig.