03.11.17

„Dann bin ich so frei“

Festliche und fröhliche Feier zum Reformationstag in Neuffen

Autor: gs

„Fröhlich und dankbar über 500 Jahre“ – so feierte eine große Gemeinde am Feiertag in Neuffen den Reformationstag. Mit besonderer Verbundenheit erklang in der Stadt unter der mächtigen Burg Martin Luthers Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ schon im Vorspiel des Posaunenchors und später im gemeinsamen Gesang.

Alle Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Neuffen und ihrer Chöre waren beteiligt und auch die Evangelische Freikirche wirkte im Gottesdienst mit. Pfarrerin Anne Rahlenbeck und die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Rose Heimgärtner, warfen mit bunten Bildern Schlaglichter auf die Vielfalt der Kirchengemeinde heute und ihre Vernetzung in der Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Vereinen. Dabei konnten sie die Gäste vom Gemeinderat und von Vereinen begrüßen, die zum Teil mit ihren Fahnen gekommen waren.

Pfarrer Gunther Seibold wies darauf hin, dass die 500 Jahre seit dem 31. Oktober 1517 exakt 182 612 Tage betragen. Thema der Predigt war das Versprechen Jesu: „Wer zu mir steht vor den Menschen, zu dem stehe ich auch vor meinem himmlischen Vater.“ Wie es von Martin Luther heißt „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, so ist es Auftrag für Christen heute, zur Botschaft von der Liebe Gottes zu stehen. Das bedeute, so Pfarrer Seibold, zu denen zu stehen, zu denen Jesus auch steht: unterschiedslos zu allen Ausgegrenzten und Notleidenden. Das heiße auch, zu den christlichen Werten zu stehen und den Glauben an Jesus Christus zu bekennen: „Steht Christus mir bei, dann bin ich so frei!“

Zum Schluss überbrachte Gemeinderat Jörg Döpper in Vertretung von Bürgermeister Bäcker die Grüße der Stadt Neuffen zum Geburtstag der evangelischen Kirche. Pfarrer Dr. Achille Mutombo von der katholischen Kirche gratulierte allen, die in der evangelischen Kirche in Neuffen dafür sorgen, dass der Name Christus großgeschrieben wird. Er ließ den Schmerz über die fehlende Einheit der Konfessionen anklingen und die Hoffnung, dass zur Zeit des nächsten Jubiläums dieser Art die Christen sonntags gemeinsam feiern.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Kirchengemeinde ein zum Ständerling in der Kirche, der ausgiebig genutzt wurde zu Begegnungen und Gesprächen.