"Mahnendes Gewissen" feiert Abschied

Eine große Anzahl von Gästen haben dem langjährigen Wendlinger Pfarrer Martin Frey (rechts) persönlich Ade gesagt. Foto: Jenne

Bei seinem Abschlussgottesdienst in der Eusebiuskirche sorgt Pfarrer Martin Frey nochmals für schallendes Gelächter

Nürtinger Zeitung - Horst Jenne


WENDLINGEN. Pfarrer Martin Frey feierte gestern mit einem Gottesdienst nach 13 Jahren Abschied aus Wendlingen. Zahlreiche Besucher waren in die Eusebiuskirche geströmt, um den Theologen zum letzten Mal predigen zu hören und ihm Lebewohl zu sagen. Frey geht nach fast 40 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand.

In seiner Predigt sprach er natürlich über Christi Himmelfahrt. Dann aber auch über das zweite Wiederkommen von Jesus Christus, der eine neue Welt aufrichten wird, wo es ewiges Leben in Liebe, Frieden und Freude gibt. Dekan Michael Waldmann nahm die Entpflichtung von Frey vor und dankte ihm ganz besonders. Er habe seinen Dienst mit Hingabe und Leidenschaft zum Wohl der Gemeinde ausgeführt. Die Früchte seines Wirkens könnten deutlich wahrgenommen werden. In den verschiedenen Grußworten nach einem Stehempfang wurde immer wieder das große Engagement von Frey hervorgehoben. Hilfsbedürftige und Kinder hätten immer in seinem Blick gestanden.

Ursula Vaas-Hochradl meinte als Stellvertreterin des Bürgermeisters, dass Frey stets „das mahnende Gewissen der Stadt“ gewesen sei. Sein Kollege Stefan Wannenwetsch und Hans-Georg Class, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, äußerten sich anerkennend über die gute Zusammenarbeit. Dies tat auch Susanne Hepp-Kottmann von der katholischen Kirche. Sie hatte ein Glas Honig mitgebracht, um Frey den Abschied zu versüßen.

Als Überraschungsgäste tauchten vier Kindergärtnerinnen auf. Sie überreichten dem scheidenden Pfarrer für den Ruhestand einen Rucksack, eine Wasserflasche, ein Sitzkissen und einen Energieriegel.

Zum Abschluss trug der mit Humor gesegnete Theologe noch drei kurze Gedichte vor, die schallendes Gelächter hervorriefen. Sein Nachfolger Hans-Peter Moser beginnt die Arbeit in Wendlingen im September.