Dekan Christoph Harpprecht

„Es wird Zeit, dass Sie Ihr Köfferchen packen“

Dekan Christoph Harpprecht

Die Hintergründe um den Abgang des Nürtinger Dekans Christoph Harpprecht im Jahr 1945 sind immer noch rätselhaft

 

Das Jahr 1968 ist vielen als Jahr der Unruhe in Erinnerung geblieben. Studentenrevolten allenthalben, Sit-ins und Anti-Vietnam-Demos, Straßenschlachten und Uni-Besetzungen in Paris, Pflasterstrandkultur und Joschka Fischers WG in Frankfurt – wer dieses denkwürdige Jahr erlebt hat, behält es seither in lebhafter Erinnerung. An diesem Datum, das für die Kultur der Bundesrepublik eine Epochenzäsur darstellt, scheiden sich bis heute die Geister.

Zu den Merkmalen der 68er-Generation gehörte auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Vätern, denen man einen autoritären Charakter, Unverständnis der Jugend, mangelhafte Vergangenheitsbewältigung und die ganze Spießigkeit der Adenauer-Ära und ihrer Epigonen (Erhard, Kiesinger) vorwarf. Insofern überrascht es nicht, dass der Nürtinger Schriftsteller Peter Härtling im selben Jahr eine Anthologie „Die Väter“ herausgab, in der bekannte Persönlichkeiten des deutschen Kulturbetriebs sich autobiografisch zu ihren Erzeugern und dem eigenen Verhältnis zu ihnen äußerten.

Darunter war auch der in Nürtingen aufgewachsene Publizist Klaus Harpprecht, der sich bei dieser Gelegenheit mit seinem am 15. April 1966 verstorbenen Vater, dem ehemaligen evangelischen Nürtinger Dekan Christoph Harpprecht, literarisch auseinandersetzte. Wer hier allerdings eine Abrechnung erwartet, wird enttäuscht werden: Das genaue Gegenteil ist der Fall. Klaus Harpprecht schrieb ein äußerst liebevolles, von großer Bewunderung der Vaterpersönlichkeit geprägtes Porträt, das mit den eindrücklichen Worten schließt: „Ich habe meinen Vater geliebt.“

 

Anklage gegen die evangelische Landeskirche Württembergs

Dieser Beitrag sorgte für erhebliches Aufsehen: weniger wegen dieses öffentlichen Liebesbekenntnisses, sondern weil der Sohn im Namen des Vaters zugleich unmissverständlich Anklage erhob. Anklage sowohl gegen die evangelische Landeskirche Württembergs, der Christoph Harpprecht angehörte und die er als Pfarrer repräsentierte, als auch gegenüber der Nürtinger Gemeinde, in der er gewirkt hatte. Konkret ging es um folgende Sätze Klaus Harpprechts: „So wurde er [der Vater Christoph] Opfer einer Denunziation, auf die man im Hohen Konsistorium allzu willig horchte. Verhaftung des Verdächtigen im Dekanat. Bürgerliche Empörung. Schließlich Enthebung aus dem Amt. […] Der Herr Dekan – der Titel wurde ihm entzogen – wurde als Krankenhauspfarrer nach Stuttgart verwiesen.“

In der Tat ein ungeheuerlicher Vorgang. Dekan Harpprecht, ein ob seiner distanzierten Haltung zum Nationalsozialismus und wegen seines aufrechten Charakters und unerschrockenen Einsatzes in dieser Zeit äußerst angesehener Mann, dessen Familie selbst einen hohen Preis für den NS-Irrsinn bezahlt hatte – Harpprechts 1939 in Polen gefallener Sohn Hansmartin war der erste Kriegstote, den die Stadt Nürtingen zu beklagen hatte –, diese verdienstvolle Person war kurz nach Kriegsende im Sommer 1945 urplötzlich verhaftet, amtsenthoben und strafversetzt worden. Wie konnte es dazu kommen?

Was genau in diesen Tagen passiert ist, erfahren wir aus einer minutiösen Schilderung der Ereignisse, die sich in Harpprechts Personalakte im Archiv der Württembergischen Landeskirche findet. Demnach erschien am 11. Juni 1945 beim Evangelischen Oberkirchenrat in Großheppach eine Nürtinger Delegation, die der erstaunten Kirchenleitung Folgendes berichtete: „Am 5. Juni 1945 sei um 21 Uhr das Dekanatsgebäude in Nürtingen durch eine gemischte Polizeitruppe (amerikanische Soldaten und deutsche Hilfspolizisten) umstellt worden und darauf im Dekanat der SS-Obersturmbannführer und bisherige Leiter des SS-Gerichts in Stuttgart, Wilhelm Schneider, verhaftet worden. Schneider habe sich zehn Tage zuvor als Landgerichtsrat polizeilich in Nürtingen angemeldet, nachdem er schon seit letztem Winter mit kurzer Unterbrechung kurz vor der Besetzung viel im Dekanatsgebäude verkehrt habe. Er habe bei seiner Vernehmung angegeben, dass er Rechtswissenschaften studiert und den juristischen Vorbereitungsdienst abgeleistet habe, seit 1933 bei der SS gewesen sei, bei Kriegsbeginn zur Waffen-SS eingezogen, dann aber wegen einer Kriegsverletzung in der Heimat als SS-Kriegsrichter und zuletzt als Leiter des SS-Gerichts in Stuttgart verwendet worden sei. Er sei Katholik, aber aus der Kirche ausgetreten. Seine Frau, die kränklich sei, und seine vier Kinder lebten in Tübingen. Er selbst habe die Scheidungsklage eingereicht, um Fräulein Lilly Harpprecht heiraten zu können.

Nach der Vernehmung von Schneider sei zunächst der Dekan Harpprecht und dann seine Tochter Lilly verhört worden. Harpprecht habe bei der Vernehmung angegeben, dass ihm nichts von einem Verbot bekannt gewesen sei, SS-Offiziere zu beherbergen. Er habe aus christlichen Motiven gehandelt, um diesem entwurzelten jungen Mann eine Heimat in seinem Hause zu bieten. Charakterlich sei Schneider ein feiner Mensch mit geistigen Interessen. Er sei aufgeschlossen für ernste Lebensfragen und habe während des Aufenthalts in seinem Haus fleißig und mit Interesse Lutherschriften gelesen […].

Fräulein Harpprecht habe bei der Vernehmung angegeben, dass sie schon vor vier Jahren mit Schneider bekannt gewesen sei. Als dieser ihr dann eröffnet habe, dass er verheiratet sei, habe sie nach Rücksprache mit ihren Eltern das Verhältnis abgebrochen. Inzwischen sei sie verlobt gewesen, es sei aber nicht zur Heirat gekommen, da sie kurz vor der Eheschließung erfahren habe, dass ihr Bräutigam in einer Strafkompanie sei. Im Herbst 1944 habe sie Schneider zufällig in Tübingen […] wiedergetroffen. Schneider sei dann im Hause ihrer Eltern kurz vor Weihnachten aufgenommen worden, habe dort Sohnesrechte erhalten (er habe zu den Eltern Harpprecht sogar Vater und Mutter gesagt). Die Eltern Harpprecht hätten den jungen Leuten die Heirat zugesagt, nachdem Schneider versprochen habe, sich kirchlich trauen zu lassen.

Der amerikanische Polizeioffizier […] habe nach der Verhaftung Schneiders zunächst einen dreißigtägigen Hausarrest über den Dekan und seine Tochter verhängt und außerdem dem Dekan jede Amtstätigkeit untersagt. Als er aber erfahren habe, dass Schneider ordnungsgemäß polizeilich angemeldet gewesen sei, habe er diese Maßnahmen wieder aufgehoben. […]

[Der Nürtinger Polizeichef] Professor Dr. Löffler […] sagte zusammenfassend am Schluss, er sei mit der Familie Harpprecht zunächst befreundet gewesen, deshalb tue ihm der Dekan selber, der die Angelegenheit als eine Gewissenssache ansehe, sehr leid. Nach all dem, was vorausgegangen sei, hätten der Dekan und seine Frau sich darüber im Klaren sein müssen, dass das Verhältnis seiner Tochter zu Schneider ein schiefes und moralisch anfechtbares sei. […] Bei allem Wohlwollen dem Dekan gegenüber sei es aber doch notwendig, dass die Kirche in diesem Fall rasch handele, denn die amerikanische Besatzungsbehörde würde aus dem Verhalten der Kirche sicherlich Rückschlüsse auf das gesamte Verhältnis der Kirche zur Besatzungsmacht ziehen.“

Welchen Eindruck dieser Bericht auf die völlig überraschte Kirchenleitung machte, dürfte leicht zu erraten sein. Aus dem Bedürfnis heraus, schnell handeln zu müssen, nahmen die Kirchenoberen unverzüglich Kontakt zu Harpprecht auf. Im vertraulichen Gespräch suchte man ihn davon überzeugen, dass ein sofortiger Rückzug von seinem Amt als Dekan und die Versetzung an einen anderen Ort das Beste für alle Beteiligten sei. Als Alternative bot man ihm nach längerer Überlegung eine Krankenhauspfarrei in Stuttgart an, weil dort „die Familie ohne Schaden für den Dienst mehr im Hintergrund bleiben kann“: damit sollte er aus der Schusslinie genommen werden.

Harpprecht hatte keine andere Wahl, als das Angebot anzunehmen. Seine Vertretung wurde kurzfristig dem Reichenbacher Pfarrer Theodor Dipper übertragen, seinem späteren Nachfolger als Dekan. Am 24. August 1945 hielt Christoph Harpprecht seine Abschiedspredigt in der Nürtinger Stadtkirche St. Laurentius. Dann war er weg. Übrig blieben seelische Verletzungen bei vielen Beteiligten (vor allem bei dem jäh abberufenen Pfarrer) und der bittere Nachgeschmack einer an Merkwürdigkeiten reichen Affäre, deren Hintergründe bis heute nicht voll aufgeklärt worden sind.

 

Von der Tübinger Universität auf die Schlachtfelder der Westfront

Christoph Harpprecht (1888 bis 1966) stammt aus einer altwürttembergischen Pfarrers- und Juristenfamilie. Der Vater Karl Harpprecht, Pfarrer in Holzgerlingen, war – in den Worten des Enkels Klaus Harpprecht – „ein milder Patriarch, mehr liberaler Lutheraner als Pietist. Man hing einem süddeutsch gedämpften Bismarcktum nach, misstraute den Machenschaften der Katholiken des Zentrums, wollte mit den Liberalen nichts zu schaffen haben und betrachtete die Sozialdemokraten als Feinde des Reiches und der bestehenden Ordnung.“ In diesem – für den Geist in württembergischen Pfarrhäusern um die Jahrhundertwende typischen – Klima aufgewachsen, schlug der Sohn Christoph ebenfalls die Pfarrerlaufbahn ein. Das erste theologische Examen absolvierte er im Frühjahr 1912 an der Tübinger Universität.

Den Ersten Weltkrieg erlebte Christoph Harpprecht ab Mai 1915 an der Westfront, auf den Schlachtfeldern von Verdun und am Hartmannsweilerkopf im Elsass; ein jäher Schock nach der studentischen Idylle der Tübinger Stiftsjahre. Den Krieg lernte der Pfarramtskandidat in allen Facetten kennen: als Offizier und Führer einer Minenwerferabteilung ebenso wie als Feldgeistlicher in den letzten Monaten des Jahres 1918, nachdem er mittendrin – im Mai 1917 – die zweite theologische Dienstprüfung abgelegt hatte. Mit hochdekorierter Brust (Eisernes Kreuz und Friedrichsorden II. Klasse, Ehrenkreuz mit Schwert), seelisch aber – wie viele seiner Generation – vom Kriegserlebnis gezeichnet, trat der inzwischen Dreißigjährige 1919 seine erste Pfarrstelle an, wo er in unruhiger Zeit die drohende marxistische Revolution zu bekämpfen suchte, indem er die Bauern seiner Gemeinde zum Widerstand aufrief, „wann immer ein ‚roter‘ Putsch zu drohen pflegte“.

Nach dem Zeugnis des Sohns Klaus wandelte sich der junge Pfarrer unter den Auspizien der gemäßigten Weimarer Demokratie allerdings zum Vernunftrepublikaner; der spätere württembergische Kultusminister Wilhelm Simpfendörfer gewann ihn für den „Christlich-sozialen Volksdienst“, eine konfessionelle Sammlungsbewegung, die evangelischen Wählern eine Alternative zum stramm antirepublikanischen, rechtskonservativen Kurs der ebenfalls protestantisch dominierten Deutschnationalen bot. Harpprecht fand jetzt „neue Freunde, die aus der christlich-sozialen Bewegung stammten und eine seltsame Mischung von pietistischer Tradition und demokratischer Aufgeschlossenheit ins Land und unter die Leute zu bringen versuchten“. In dieser Zeit begründete Christoph Harpprecht auch seine Familie: mit Dorothea Bronisch, einer Pfarrerstochter, bekam er zwischen 1919 und 1933 fünf Kinder (von denen allerdings zwei früh verstarben).

Anfang 1931 – in schwieriger Zeit: die Wirtschaftskrise war in vollem Gange und das Land von Rekordarbeitslosigkeit, Massenarmut und politischer Radikalisierung gebeutelt – trat Harpprecht in Kirchheim/ Teck die Stelle des zweiten Stadtpfarrers an und übernahm auch im Kirchenbezirk alsbald wichtige Funktionen als Jugendwart und Leiter des Evangelischen Gemeindedienstes. Nachdem er sich über das antichristliche Wesen der seit Jahresbeginn 1933 Deutschland regierenden nationalsozialistischen Regierung klar geworden war (dafür brauchte es angesichts der anfangs auf bewusste Täuschung des Gegenübers angelegten Strategie der Nazis, die den Kirchen zunächst Autonomie in religiösen Dingen zusicherten, einige Zeit), suchte Harpprecht 1934/35 den Anschluss an die Bekennende Kirche um den Berliner Pfarrer Martin Niemöller, für die er als örtlicher Vertrauensmann agierte. Anders als sein Reichenbacher Kollege Theodor Dipper – der in der NS-Zeit die klar regimekritischen „Kirchlich-Theologischen Arbeitsgemeinschaften“ mitbegründete – suchte er aber nicht die offene Konfrontation mit der unsicheren, lange Zeit um ein Arrangement mit den nationalsozialistischen Machthabern bemühten württembergischen Kirchenleitung um Landesbischof Theophil Wurm.

Zum 15. Januar 1935 erfolgte die Berufung Harpprechts zum Dekan in die Nachbarstadt Nürtingen. Ausschlaggebend dafür dürfte – neben seinen persönlichen Qualitäten – das Bemühen der Kirchenoberen gewesen sein, den Nürtinger Kirchenbezirk vor dem Zugriff der „Deutschen Christen“ zu schützen, die zwar kirchenintern keine allzu große Rolle spielten, aber immerhin in Nürtingen mit dem Pfarrer der Lutherkirche, Hermann Maysenhölder, einen Vertrauensmann besaßen, der sich bereits mit Harpprechts Amtsvorgänger, Dekan Konrad Mack, erbitterte Fehden geliefert hatte.

Harpprechts Berufung nach Nürtingen war eine richtige Entscheidung. Der neue Dekan erkannte sofort, wo die Probleme lagen, und nahm das Ringen mit den nationalsozialistischen Herausforderern um die Seelen seiner Gläubigen voll und ganz auf, auch wenn dieser immer mehr zu einem Kampf gegen Windmühlen zu werden drohte. 1936 stellte der begeisterte Jugendpfarrer schockiert fest, dass die Hitlerjugend es dank ihrer Propaganda und umfassender staatlicher Schützenhilfe es inzwischen fertigbringe, „junge konfirmierte Burschen zu fast 90 % vom Besuch der Kirche abzuhalten und sie innerlich von der Kirche zu lösen“.

Je länger der Kampf dauerte, desto schärfer wurde er geführt. Nachdem Harpprechts Oberlenninger Amtsbruder Julius von Jan wegen seines öffentlichen Protestes gegen die Ausschreitungen der „Reichskristallnacht“ im November 1938 von SA-Leuten halb totgeschlagen und danach in Schutzhaft genommen worden war, schlug der aufgebrachte Nürtinger Dekan umgehend bei Landrat, Richtern und Staatsanwälten Alarm und „verlangte lautstark das sofortige Eingreifen der Polizei wegen Hausfriedensbruchs“ – natürlich ohne Erfolg. In Harpprechts Gottesdiensten schrieb auch der örtliche Gestapo-Beauftragte regelmäßig mit – nach der Erinnerung des Sohnes Klaus zwar „kein allzu bösartiger Funktionär“, aber ein unübersehbares Zeichen dafür, wie das NS-Regime mit widerspenstigen Pfarrern umzugehen gedachte. Kurz nach dem Vorfall gegen von Jan forderte dieser Mann dann Harpprecht unmissverständlich auf: „Es wird Zeit, Herr Dekan, dass Sie Ihr Köfferchen packen.“ Kreisleiter Eugen Wahler legte noch eins drauf und beschimpfte Harpprecht öffentlich als „Landesverräter“.

 

Harpprecht blieb – trotz der Drohungen der Nazis

Sein aufrechter Charakter, verbunden mit einem preußisch zu nennenden Pflichtgefühl, hat es Christoph Harpprecht verwehrt, der mit massiven Drohungen verbundenen Aufforderung der Nazis zu gehen, Folge zu leisten. Er blieb – auch weil er als alter Soldat meinte, gerade im Krieg Dienst am eigenen Volk leisten zu müssen. Bereits 1938 hatte er an den Oberkirchenrat die Bitte gerichtet, „mich für den Kriegsfall für das Heer freizugeben. Ich bin durch die fortwährenden Anwürfe der Partei so verwundet, dass ich es für nötig halte, dass wir von der Kirche als Kameraden mit dabei sind, damit das ganze Volk es sieht, wie die Christen es mit dem Volke meinen.“ Dem Gesuch wurde nicht stattgegeben. Dafür durften allerdings Harpprechts Söhne in den Krieg ziehen: Der Älteste blieb im September 1939 auf dem Schlachtfeld in Polen, ein weiterer galt seit Februar 1945 als vermisst. Was hätte Harpprecht dafür gegeben, hätte er für sie gehen können.

Nachdem am 20. Juli 1944 sein Schwager, der Königsberger Domprediger Ernst Bronisch, verhaftet worden und in seiner Gestapo-Zelle unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war (die Witwe beging kurz darauf Selbstmord), nahm Harpprecht sich seines 23-jährigen Neffen Detlev an und machte ihn im Juli 1945 – nachdem der NS-Spuk endlich vorbei war – zu seinem Pflegesohn.

Was Harpprecht selbst unmittelbar nach Kriegsende in Nürtingen erlebte, ist bekannt. Von 1945 bis 1950 Krankenhausseelsorger in Stuttgart, wechselte er dann nach Winnenden, wo er bis zu seinem Ruhestand 1953 amtierte. Den Titel des Dekans bekam er im Ruhestand von Landesbischof Haug wieder zuerkannt.

Dekan Christoph Harpprecht während seiner Nürtinger Amtszeit

Das Innere der Nürtinger Stadtkirche vor 1945. Hier wirkte Harpprecht als Dekan.

 

Von Steffen Seischab (Nürtinger Zeitung)