Auferstehung - „aufstehen“!

An Ostern feiern wir Christen die Auferstehung Jesu nach dem Tod am Kreuz.
Für uns Christen ist Ostern ein Tag der Freude! Ostern bedeutet für uns, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern, dass das Leben auch nach dem Tod weitergeht.
Das Leben geht weiter - nicht wie bisher, sondern in einer anderen Realität. Damit sagt uns Gott neu zu: Ich will, dass ihr das Leben in Fülle habt.
Sehr oft erlebe ich in der Beratung mit Familien, Müttern und Vätern, dass die Überwindung einer schweren Erkrankung als eine „Auferstehung“ empfunden wird.
Wenn ich den Sinn der Auferstehung von Jesus Christus auf uns übertrage, dann ist es ein „Aufstehen“ aus der Lebenskrise. Die Realität von Ostern ermutigt uns, nicht liegen zu bleiben, trotz Krise und Trauer. Das Osterfest ist ein Hoch-Fest, das uns bewegt, uns aufzurichten.
Das ist nicht einfach, wenn uns die Schwere einer Erkrankung, die Ungewissheit der Zukunft oder sogar der Verlust eines lieben Menschen zum „liegenbleiben“ zwingen könnten. Doch wäre das Liegenbleiben eine Option? Ein Ausweg? Wäre das die zukunftsverheißende Botschaft des Christentums?
Nein, die Verheißung Gottes sieht anders aus. Trotz Kreuzigung und Tod - die Auferstehung, ein JA zum Leben.
Warum eigentlich? Weil es keine bessere Option gibt, dem Tod und der Trauer, der Angst, dem Verlust, der Schwere und dem Schmerz die Stirn zu bieten. Was könnte uns dabei helfen?
Wenn ich länger darüber nachdenke, dann kommen mir die Kinder der betroffenen Familien in den Blick. Kinder sind die Option des Lebens. Ein Leben mit Kindern geht immer weiter, deshalb sind sie die Boten des Lebens und der Liebe Gottes zu uns Menschen:
Ich bin für Dich da, Du Menschenkind und lasse Dich in Deinem Schicksal nicht allein. Ich sage Dir: Bleib nicht liegen, stehe auf, trotz Trauer und wage mit mir die Auferstehung!
Bettina Betzner, Leiterin der Katholische Familienpflege im Dekanat Esslingen-Nürtingen