Pfingsten: Ich glaube an den Heiligen Geist

Pfingstsonntag erinnert uns an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Urgemeinde. Bereits im Alten Testament wird über Sein Wirken berichtet. In Seiner Abschiedsrede verspricht Jesus, Er werde den Beistand senden, der die Jünger in die ganze Wahrheit führen werde. Im Artikel 8 des Glaubensbekenntnisses von Nizäa lesen wir: (Ich glaube) an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten.  

Im Laufe der Geschichte wurde manchmal versucht, den Heiligen Geist als Geschöpf und nicht als Gott einzustufen. Auf die Argumente der Theologen gehen wir hier nicht ein, die Ihm somit einen Platz in der Dreifaltigkeit abstreiten wollten. Vielmehr fragen wir uns, welche Bedeutung Pfingsten für die heutigen Gemeinden Christi haben sollte.


Pfingsten zu feiern bedeutet, dass wir mit den Überraschungen Gottes rechnen. An den Heiligen Geist zu glauben heißt auch, dass wir die Vielfalt der sich ergänzenden Sprachen und Gaben bejahen. Uns an die Erfahrung der Urgemeinde zu erinnern, bringt mit sich die Bereitschaft, unseren oft lahm gewordenen Glauben wiederbeleben zu lassen. Wie die ersten Christen, so wollen wir auch zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten einmütig im Gebet verharren: Atme in mir Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke. Treibe mich Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue. Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe. Stärke mich, Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte. Hüte mich, Du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere (Heiliger Augustinus).

Achille Mutombo-Mwana