Drei in Einem

Am Sonntag nach Pfingsten wird nach dem Kirchenkalender das Fest „Trinitatis“ gefeiert. Es wird auch das Fest der Dreieinigkeit Gottes genannt. Christinnen und Christen glauben an den einen Gott, der sich in drei Seinsweisen oder Personen zeigt: als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Eine schöne und anschauliche Erklärung aus dem 4. Jahrhundert findet sich bei St. Patrick, dem Schutzpatron Irlands. Er stand vor dem Problem der Erklärung der Trinität, es gäbe zwar ausschließlich einen Gott, den jedoch in drei Seinsweisen.
Der Sage nach benutzte Patrick ein Kleeblatt, um dem keltischen Hochkönig Laoghaire die Dreieinigkeit zu erklären. Die drei Blätter symbolisieren den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Zusammen bilden sie ein Kleeblatt. Genau so bilden die drei Personen von Vater, Sohn und Heiligem Geist den einen Gott. Auch wenn der Vergleich natürlich hinter dem Glaubensgeheimnis zurückbleibt, hatte Patrick mit dem Kleeblatt den Widerstand gegen den christlichen Glauben überwunden. Der König erlaubte dem Heiligen, auf der  das Christentum weiter zu verbreiten. So erfreut sich das Kleeblatt in Irland bis heute einer ungebrochenen Beliebtheit.
Im Apostolischen Glaubensbekenntnis werden die drei Seinsweisen des einen Gottes so beschrieben:
Im Vater begegnet uns Gott als der Schöpfer der Welt, im Sohn Jesus Christus begegnet uns Gott als der Erlöser der Welt und im Heiligen Geist begegnet uns Gott als der Vollender der Welt. In modernen Worten ausgedrückt lautet das Glaubensbekenntnis so:
Wir glauben an Gott.
Er hat die Welt geschaffen und uns Menschen nach seinem Bild gemacht.
Alles Leben gehört ihm. Er lenkt die Geschicke unserer Erde. Ihm vertrauen wir uns an.
Wir glauben, dass Gott in Jesus Christus zu uns gekommen ist.
Er hat wie wir als Mensch gelebt. Auf Gewalt und äußere Macht hat er verzichtet. Und darum musste er leiden und starb am Kreuz. Aber Gott gab ihm neues Leben .Durch seine Auferstehung zeigt Gott, wie sehr er die Menschen liebt. Er will auch mit uns neu anfangen und vergibt uns unsere Schuld.
Wir glauben, dass durch Jesus Christus ein neuer Geist zu uns gekommen ist:
Gottes Heiliger Geist.
In ihm schließt Gott uns zusammen zu einer weltweiten Kirche. Von vielen Gefahren sind wir bedroht, doch er nimmt uns die Furcht. Er nimmt uns die Angst auch vor Tod und Gericht.
Amen.

Pastorin Dorothea Lautenschläger, Evangelisch-methodistische Kirche