Woche der Diakonie – 30. Juni - 7. Juli 2019

„Unerhört! Diese Alltagshelden.“  

So lautet die Kampagne der Diakonie, die uns auf stille Helden des Alltags aufmerksam machen will und auf Menschen, die kaum Gehör finden in unserer Gesellschaft.


Alltagshelden tragen keinen Umhang und keine Masken. Sie haben keine übermenschlichen Kräfte und kommen nicht aus dem Nichts. Und sie sind selten Einzelkämpfer. Sie wissen, gemeinsam schaffen wir etwas, was einer allein nicht schaffen würde: Mensch sein und andern helfen, Mensch zu bleiben.


Unauffällig sind sie meistens, solche Helden. Der Alltag nimmt sie in Beschlag in unseren Kirchengemeinden, in der Nachbarschaft, in der Schwangerenkonfliktberatung, in der Diakoniestation, in der Pflegeeinrichtung, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, in der Schuldnerberatung, im Tafelladen.


So sehen sie aus: Die dreißigjährige Alleinerziehende, mehr als ausgelastet, die trotzdem noch ein fremdes Kind bei sich aufnimmt, das sonst ins Heim müsste. Der Ruheständler, der viele Stunden mit Behördengängen zubringt, um jugendlichen Flüchtlingen den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Die Pflegekraft, die neben ihrem Fachwissen ihr Herz und ihr Mitgefühl einbringt, um den Patienten liebevoll zu begegnen. Die Frau und der Mann, die sich sagen: „Da will ich mithelfen!“


Auch die Bibel kennt solche Alltagshelden, die zusammenarbeiten: Als Jesus in Kapernaum von so vielen Menschen umringt wird, dass mit ihrem gelähmten Freund kein Durchkommen ist, werden vier Freunde zu Alltagshelden. Sie steigen kurzerhand auf das Dach des Hauses und lassen ihren Freund damit Bett zu Jesus hinunter. Ihr Freund wird von Jesus geheilt, nimmt sein Bett und geht (Markus 2,1-12).


Alltagshelden sind ein großer Schatz, für ihre Mitmenschen, für die Gesellschaft und für die Diakonie, hauptamtlich oder ehrenamtlich. Sie setzen sich für andre ein, begleiten, beraten und unterstützen Menschen. Doch auch Klienten sind Alltagshelden: Sie kämpfen gegen ihre Sucht, arbeiten sich mühsam aus der Schuldenfalle und helfen anderen, obwohl sie selbst noch nicht wieder ganz auf den Beinen sind.  


Machen Sie mit! Seien Sie selbst eine Alltagsheldin oder ein Alltagsheld. Mit dem, was Sie einbringen können, mit Ihrer Zeit und Ihrem Einsatz, mit Ihrer Spende; vor Ort und in der Region.
„Unerhört! Diese Alltagshelden.“

 

 

Herzliche Grüße,

Pfarrerin Evelyn Helle