Freut euch!

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Heute feiern die Christen den 3. Adventsonntag, der einen ganz besonderen Namen trägt: Gaudete – „freut euch!“ Freut euch! Etwas Großes wird passieren. Jubelt, denn bald ist es so weit. Ein Freudenfest also. Es wird so etwas wie die Halbzeit im Advent gefeiert. Wem wird es nicht warm ums Herz, wenn in heimeliger Atmosphäre schon die dritte Kerze des Adventskranzes brennt? Bald wünscht man sich wieder „Frohe oder Gesegnete Weihnachten“.
Freude im Herrn zu jeder Zeit, in guten und in schlechten Zeiten, steht uns als Kirche und als Christen gut an. Doch wegen der drohenden Corona-Gefahr machen sich viele Menschen in der Welt Sorgen, ob das bevorstehende Weihnachtsfest überhaupt richtig stattfinden kann. Die Coronavirus-Pandemie ist noch nicht vorbei. Somit bleibt es weiter wichtig, sich und andere zu schützen. Es gilt, AHA einzuhalten: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen.
Keiner will mit Corona angesteckt werden. Es gibt aber einen, der noch Schlimmeres tut: der katholische Priester Wolfgang Raible. Er wünscht den Leuten, besonders in der Weihnachtszeit, tatsächlich einen Infekt. Ihm nach, sollten alle Menschen sich nach einer „Infektion“ sehnen, dass der Mann, dessen Geburtstag wir bald feiern, sie mit seiner Botschaft infiziert.
Wenn man nachfragt, von was genau man sich denn nun anstecken lassen soll, dann hat Pfarrer Raible drei Antworten parat. Entdeckt man eines der drei folgenden Symptome an sich, ist man bereits durch das Jesuskind infiziert (man sollte einen Selbsttest machen, um sicher zu gehen):
Schwäche: wenn man eine Schwäche hat für seine Mitmenschen und bereit ist zu helfen, zu teilen und aufzumuntern;
Fieber: wenn man fiebert und sehnsüchtig wartet auf Gerechtigkeit und Frieden, wenn man brennend interessiert ist an einem gelingenden, sinnvollen Leben;
Schluckbeschwerden: wenn man nicht mehr alles schlucken kann, was an Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit in der Umgebung geschieht.
Diese Art von Symptomen - Schwäche, Fieber, Schluckbeschwerden - die braucht es, damit sich was ändern kann. Das Ansteckungsrisiko ist groß, wenn jemand nicht immun ist gegen Fragen wie: „Wozu bin ich auf der Welt? Was macht mein Leben wertvoll und gut? Schnell anstecken kann man sich auch durch den Kontakt mit schon Infizierten – wenn man Menschen begegnet, die begeistert sind von der Sache Jesu; denen man ansieht, dass sie als erlöste und befreite Menschen leben.
Das Erfreuliche ist: diese Ansteckung dürfen Sie sich wünschen. Durch die Begegnung mit dem Jesuskind und seiner Frohbotschaft dürfen Sie gesundwerden und andere mit dieser Gesundheit anstecken!
Gaudete: Freut euch!

Zeljko Galic
Pastoralreferent Kroatische Katholische Gemeinde