Ökumenischen Hausgebet im Advent

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Wenn heute Abend um 19.30 Uhr in zahlreichen Kirchen die Glocken läuten, dann laden sie ein zum Ökumenischen Hausgebet im Advent. Für Viele gehört es jedes Jahr am Montag nach dem zweiten Advent zu den festen Programmpunkten in der Vorweihnachtszeit. Das Motto in diesem Jahr: „Kind oder König“. Gemeint ist Jesus, auf dessen Ankunft wir uns im Advent vorbereiten und dessen Geburt wir an Weihnachten feiern. Gott kommt zur Welt in diesem Kind. In unsere Welt. Er zeigt uns, wie er ist. Um an unserer Seite zu sein in Glück und Leid, wenn wir leben und wenn wir sterben. Hautnah. Um uns Hoffnung und Licht in die Dunkelheit zu bringen. Die Bibel erzählt, dass Gott als Kind und als König zu uns Menschen kommt. „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel“, so wird die Ankunft Jesu vom Propheten Sacharja beschrieben. Jesus ist Friedenskönig und weltumfassender Herrscher. Sein Königreich ist im Himmel und auf der Erde. Er kommt ohne große Entourage und in Einfachheit. Dass Himmel und Erde sich berühren, beginnt mit einem Kind, das Gottes Sohn und zugleich der Herrscher der Welt ist.                                                                                                                     Advent feiern heißt deshalb für mich: Jesus erwarten als Kind und als König. Mit der Hoffnung und mit der Sehnsucht im Herzen, dass er unsere unheile Welt ernst nimmt. Dass er sie in ihrer Zerbrechlichkeit in seinen Händen hält und verändern wird. Und dass er unsere kleine, persönliche Welt und die große Welt im Ganzen heilen wird. Sind wir bereit auf seine Möglichkeiten zu vertrauen? Unsere Erwartung auch in diesem herausfordernden Jahr auf ihn zu setzen? Gegen alle schlechten und entmutigenden Nachrichten diese gute Nachricht weiter zu sagen?                                                                                   Eine ökumenische Arbeitsgruppe hat ein Faltblatt herausgegeben, mit dem das Hausgebet im Advent gestaltet werden kann. Auch wenn in diesem Jahr die Möglichkeiten begrenzt sind, Nachbarn und Freunde dazu einzuladen, feiern wir beim Glockenläuten miteinander und sind von Haus zu Haus miteinander verbunden. Ein Faltblatt mit Liedern, Liturgie und einer Meditation liegt in den Kirchen aus oder ist in den Pfarrämtern zu erhalten.

Pfarrerin Annegret Bogner, Frickenhausen