Liebe Leserin, lieber Leser,

©Stenger

Gott ist eine faszinierende Person und in seinem Wesen einzigartig und begeisternd. Warum? Nun, er erscheint in der Bibel in dreierlei Form: Der Begriff, den die Kirche daraus gebildet hat, heißt „Dreieinigkeit“ oder auch „Dreifaltigkeit“. Das Gegenteil davon wäre eine „Einfaltigkeit“. Sucht man nach Synonymen für den artverwandten Begriff „einfältig“, begegnen einem solche Wörter wie „harmlos“; „simpel“ oder „dumm“. Gott in seiner Vielfältigkeit dagegen ist von hoher Bedeutung für unser Leben. Die Dreieinigkeit hat Menschen schon immer Kopfzerbrechen bereitet: Ist der „Vater“ jemand anderes als „sein Sohn“ und wie ist dazu noch die dritte Person Gottes zu denken? Glauben Christen etwa letztlich doch an drei Götter? Ein Vergleich aus dem Bereich der Chemie will uns ein wenig helfen, diese Thematik besser zu verstehen: Wasser – es kommt in flüssiger, fester („Eis“) und gasartiger („Dampf“) Form vor. Die Formen sind unterschiedlich und auch nicht austauschbar und doch handelt es sich immer um das Molekül H2O. So ist es immer derselbe Gott, auch wenn er uns in unterschiedlicher Weise in der Bibel und im Leben erscheint: Er tritt in seinem Wort als „Vater“ auf, der diese Welt geschaffen hat – dahinter stecken Gedanken eines genialen Schöpfers. Kein Mensch ist ein Zufallsprodukt, sondern von Gott gewollt – was für eine wichtige Wahrheit in einer Welt, wo nicht wenige Zeitgenossen nach Liebe und Annahme suchen! Im Neuen Testament erscheint Gott dann in der Gestalt von Jesus Christus. In ihm wird der Verborgene und Unsichtbare erfahrbar. Und darüber hinaus ist er auch noch bereit den Preis für die Beziehungslosigkeit zwischen ihm und der Menschheit zu bezahlen. Als der Sohn Gottes dann seinen Dienst beendet hat und von dieser Welt verschwindet an Christi Himmelfahrt, tritt dann die dritte Person in Form des Heiligen Geistes in Erscheinung. Er nimmt Wohnung in Christen und beschenkt sie in vielerlei Weise unter anderem mit Freude und Kraft für ihr Leben. Als ich mein Leben zu Beginn des Jahres 1981 bewusst für Gott öffnete, ging diesem Ereignis eine entscheidende Begegnung mit Christen auf einem Jugendcamp voraus: Die junge Menschen hatten eine positive Ausstrahlung, eine Begeisterung, die mich nicht mehr losließ. Später habe ich dann selbst die Erfahrung gemacht, dass der Heilige Geist solche und ähnliche Dinge bewirkt, wenn man sich auf ein Leben mit Gott einlässt. So ist Gott bis heute die Basis meines Lebens.

 

Peter Stenger, Pastor der Baptistengemeinde Nürtingen