Allianzgebetswoche

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Liebe Leserin, lieber Leser,
morgen beginnt die Allianzgebetswoche. Bereits zum 175mal treffen sich weltweit Christen um miteinander zu beten, so auch in unserer Stadt. „Lebenselixier Bibel“ so lautet das aktuelle Motto hierbei. Die Heilige Schrift ist die wichtigste Informationsquelle über den christlichen Glauben, verfasst von Menschen, die von Gott dafür inspiriert wurden. Sie will aber nicht nur von uns gelesen und rational verstanden werden. Die Beschäftigung mit dem „Buch der Bücher“ kann zu einer lebensverändernden Begegnung mit Gott selbst führen. Bereits auf den ersten Seiten der Bibel wird davon berichtet dass der Schöpfer allein durch sein Wort das Leben auf diesem Planeten entstehen lässt. Und auch im Neuen Testament lesen wir etwas von der kreativen Eigenschaft der Worte Jesu Christi: Er spricht und Kranke werden gesund, okkult Belastete erhalten Befreiung. Durch die Jahrhunderte hindurch haben Menschen immer wieder folgenreiche Erfahrungen mit der Heiligen Schrift gemacht: Der Kirchenvater Augustinus, einst eine Art antiker „Playboy“, wurde durch das Lesen der Bibel zu einem der führenden Theologen seiner Zeit. Martin Luthers Suche nach einem gnädigen Gott wurde beendet durch die neutestamentliche Erkenntnis, dass der Mensch nur durch den Glauben vor seinem Schöpfer bestehen kann. Dies führte zur Reformation, welche die geistliche Landschaft der Welt für immer veränderte. 1983 saß Wilhelm Buntz in einer Gefängniszelle und riss wieder einmal eine Seite aus dem Neuen Testament heraus um sich diese zu einer Kippe zu rollen. Doch dieses Mal wurde er von dem Text „Ich bin treu wie ein liebender Vater“ gepackt, den er dort las. Durch die Begegnung mit dem lebendigen Gott, bereute der „Bibelraucher“ seine Taten und bemüht sich seitdem um Wiedergutmachung – ein Beispiel aus unseren Tagen wie Gott Herzen und Umstände verändern kann durch sein lebendiges Wort. Die Heilige Schrift trägt eine Kraft in sich, die wir gerade in diesen Tagen brauchen: Die Corona-Krise hat viele unserer Sicherheiten, an denen wir unser Lebensglück festmachen, durchaus zerbrechlich erscheinen lassen. Gott spricht uns durch sein Wort Trost in Erfahrungen von Verlust, seine Gegenwart in Einsamkeit, seine Hilfe in Ausweglosigkeit zu. Und noch mehr verheißt er uns darin die zukünftige Gemeinschaft mit ihm in einer Welt, die frei von den Negativseiten des Lebens ist. Ich wünsche Ihnen von Herzen, das sie zu diesem Bestseller der Literaturgeschichte greifen und Ihnen die Beschäftigung damit zu einer Begegnung mit dem lebendigen Gott verhilft.

 

Peter Stenger

Pastor der Baptistengemeinde Nürtingen