„Applaus, Applaus für deine Worte.“

So lautet ein Titel der Band "Sportfreunde Stiller".
Dieses Lied beinhaltet den Dank an einen Menschen, der immer
wieder hilft, meine eigenen Ansichten und meine mitunter vorhandene
Enge in der jeweiligen Lebenssituation zumindest zu überdenken.
Haben Sie auch einen derartigen Menschen?
Falls ja, gebührt ihm und Ihnen "Applaus, Applaus".
Warum?
Denn es ist nicht selbstverständlich,
Kritik anzunehmen und sie im eigenen Leben zu berücksichtigen.
Applaus begegnet uns auch heute am Palmsonntag.
Jesus ist ein Mensch, der die Menschen damals, aber genauso
uns heute, vor die Frage stellt, wem wir applaudieren.
Er selbst hat sich viel Applaus bei den Menschen verdient,
beispielsweise durch Heilungen und Wunder.
Weniger begeistert waren die Menschen dort,
wo er ihre falschen Sichtweisen auf die Welt
oder auf Gott korrigiert hat.
Am heutigen Fest wird dieser Gegensatz uns ganz
deutlich vor Augen gestellt:
Denn wir lesen in der Bibel (Lukas 19, 28f),
dass die Bevölkerung ihm beim Einzug Jesu in Jerusalem
wie einem Idol zugejubelt hat.
Nicht viel später wandelt sich diese Begeisterung in Enttäuschung.
Applaus und Begeisterung bringen wir meist nur denjenigen entgegen,
die oben sind.
Wer gefallen ist, kann nicht mehr erwarten,
dass er mit Lob überschüttet wird.

"Applaus, Applaus für deine Worte."
Können wir das heute zu Jesus auch sagen?

Daniel Heller, Pfarrer