Ein Bisschen Advent in der Fastenzeit?

Vielleicht haben Sie auch schon den Impuls gespürt, sich für ein
Gebet in die Kirche zu setzen? Oder Sie haben gemerkt, wie sehr der
Sonntagsgottesdienst plötzlich fehlt.

Es ist gar nicht so einfach, in diesem neuen Alltag, dem eigenen Glauben und
damit Gott einen geeigneten Platz einzuräumen. Vor allem dann nicht, wenn
gefühlt oder real in jedem Raum schon jemand sitzt, Homeoffice macht
oder für die Schule lernt.

In Zeiten, wie diesen hilft es, sich an Gewohntem, Altbewährtem zu orientieren,
denn das gibt Sicherheit. Mir hilft es, wenn ich laut singe, denn dann
ist keine Zeit, um mir Sorgen zu machen oder um Angst zu haben.
Wenn Sie es ausprobieren möchten, schlage ich Ihnen den
Klassiker „Macht hoch die Tür“ vor.
(EG Nr. 1/ GL Nr. 218)

Wer jetzt meint, mich hätte schon der Lagerkoller gepackt, der irrt.
Der Text steckt so voller Freude und Zuversicht, so voller guter
Zusagen, dass er uns gerade jetzt wohltut.

In Strophe eins heißt es zum Beispiel: Es kommt ein Heiland…
der Heil und Leben mit sich bringt.
Welch wunderbare Zusage!
In Strophe zwei singen wir weiter: Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Freude können wir immer gebrauchen.

Und auch wenn wir die echten Tore und Türen gerade nicht öffnen sollen,
so können wir doch unsere Herzenstüre öffnen (Strophen 4 und 5), dann kommt
einer zu uns …, voll Rat, voll Tag, voll Gnad.
Und wenn Sie jetzt denken, dass das doch etwas weit hergeholt ist,
haben Sie zumindest einen Ohrwurm,
der Sie die nächsten Tage immer wieder ablenken wird.

Nicole Schmieder, Gemeindereferentin