Wie lieblich ist der Maien…

so schreibt der Dichter Martin Behm in einem Kirchenlied. Diese Liedstrophe musste ich unwillkürlich vor mich hin summen, als ich dieser Tage aus meinem Fenster sah.

Auch wenn der sogenannte Wonnemonat Mai erst vor der Tür steht, waren die sonnigen Tage im April wie ein farbenprächtiges Bild, das die Natur um mich herum zeichnet. Unterschiedlichste Blütenfarben und zartes Grün der Pflanzen künden davon, dass die Zeit des Rückzugs und der Starre vorbei sind.

Es ist Frühling geworden. Neues Leben bricht hervor. Ein österliches Zeichen vor unseren Augen. Es ist immer wieder neu ein Wunder: Wenn Licht und Wärme in unser Leben hineinbrechen, gehen große Veränderungen auch in uns vor sich.

Mit zwei Textstrophen dieses Gesangbuchliedes möchte ich heute schließen:

„Herr, lass die Sonne blicken ins finstre Herze mein, damit sich´s möge schicken, fröhlich im Geist zu sein, die größte Lust zu haben allein an deinem Wort, das mich im Kreuz kann laben und weist des Himmels Pfort.

Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zur sein; die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei, damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.“

Es grüßt sie herzlich Pfarrer Andreas Stiegler, Oberboihingen