Neben der Spur

An manchen Tagen bin ich neben der Spur,
bin irgendwie aus dem Takt geraten, stehe neben mir.
Enttäuschungen, Misserfolge, Verluste setzen mir zu.
Wenn mein Weg dunkel und unsicher daherkommt
leuchten mir zuweilen vertraute Worte auf.
Eins davon heißt:
‚Und ob ich schon wanderte im finstern Tal
fürchte ich kein Unglück. Denn du bist bei mir.
Dein Stecken und Stab trösten mich.‘

Der starke Zuspruch aus Psalm 23 passt gut zum heutigen Hirtensonntag:
‚Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln‘.

Dieser Psalm lädt ein Sicherheit und Geborgenheit bei Gott zu finden.
Bei einem, der mir hilft, Quellen auch in Wüstenzeiten aufzuspüren.
Der mich an der Hand nimmt, wenn es um mich herum dunkel wird.
Dessen freundlicher Blick auf meinem Leben ruht.
Der mir hilft, am Abend dem neuen Morgen angstfrei entgegen zu
blicken.

Der Psalm erinnert uns daran, dass wir Gottes Kinder sind.
Seine Töchter und Söhne.
Und einen göttlichen Vater haben, der für uns sorgt.
„Der Herr ist mein Hirte – mir wird nichts mangeln“.
Sogar in schwierigen Zeiten geht es weiter.
Vielleicht anders als sonst,
aber ich werde den Boden unter den Füßen nicht verlieren.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag,
Pfarrerin Kornelia Stysch aus Reudern