„Das ist Ansporn für eigene Konzerte“

Der Großbettlinger Posaunenchor hatte zu seinem 60. Geburtstag das berühmte Bläser-Quintett Harmonic Brass eingeladen

Das Markenzeichen von Harmonic Brass ist virtuose Blasmusik. Foto: Sander

Bereits zum 50-jährigen Bestehen des Großbettlinger Posaunenchors war das Konzert von Harmonic Brass Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Am Samstag nun eröffnete das weltberühmte Bläser-Quintett in der voll besetzten katholischen Heilig-Geist-Kirche auch den Veranstaltungsreigen zum 60-jährigen Bestehen des Posaunenchors.

GROSSBETTLINGEN. „Das ist gelebte Ökumene“, so Posaunenchorleiter Thomas Sareika zur Wahl des Veranstaltungsortes. Die Zuhörer kamen aus Nachbarorten wie Grafenberg, Bempflingen, Nürtingen und auch Walddorfhäslach und erlebten, „was Musik mit einem macht“, wie Hornist Andreas Binder von Harmonic Brass das neue Konzertprogramm „Playlist“ vorstellte, eine Zusammenstellung der Lieblingsmelodien der Musiker. „Jeder hat seine ganz eigene Playlist. Man wird an wunderbare Erlebnisse erinnert, die untrennbar mit diesem einen Titel verbunden sind“, machte er bewusst, dass Musik im Leben jedes Menschen eine wichtige, persönliche Rolle spielen kann, sei es die Hintergrundmusik beim ersten Kuss oder ein anderes einprägsames Ereignis.

Das 1991 gegründete Quintett musiziert in der ganzen Welt

Binder führte durch das Programm, indem er Geschichten zu den einzelnen Musikern und ihren Lieblingsmelodien erzählte und damit einen Einblick in die Geschichte des 1991 gegründeten Bläser-Quintetts gab, das schon in Städten wie New York, Seoul, Kapstadt oder Leipzig mit brillantem Sound beeindruckte. Andreas Binder (Horn), Elisabeth Fessler (Trompete), Manfred Häberlein (Tuba), Alexander Steixner (Posaune) und Hans Zellner (Trompete) spielten sich in die Herzen ihrer Zuhörer und brachten dabei eine Fülle an Instrumenten von der Pikkolotrompete bis zur Kontrabasstuba zum Klingen. Zwischendurch wechselten die Musiker immer wieder die Instrumente und beeindruckten zudem mit Solopassagen auf höchstem Niveau.

„Das ist Musik auf höchstem Niveau und auch Ansporn für eigene Konzerte““, so Peter Mayer, Bezirksposaunenwart im benachbarten Bläserbezirk Bad Urach. „Wir hoffen, dass aller guten Dinge vier werden“, sagte der Organisator des Konzerts, Reinhard Fano vom Posaunenchor Großbettlingen, zu den Weltklassemusikern und verband damit die Hoffnung, dass sie nach drei Konzerten vielleicht in ein paar Jahren wieder nach Großbettlingen kommen.