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Big Band und Chöre des Sängerbundes gaben ein großes Konzert in der Martinskirche zugunsten der Renovierung der Orgel

Big Band und Chöre des Sängerbundes gaben ein großes Konzert in der Martinskirche zugunsten der Renovierung der Orgel

Gemeinsam mit der „WalDie“-Big Band brachten die „men at voice“ das Publikum in Schwung

Gemeinsam mit der „WalDie“-Big Band brachten die „men at voice“ das Publikum in Schwung



20.10.2018

Gerd Clauss ist seit zehn Jahren Chorleiter bei der Männerformation „men at voice“. Dieses Jubiläum nahm der Sängerbund Neckartailfingen zum Anlass, ein großes Benefizkonzert für die Kirchenorgel in der Martinskirche zu veranstalten.
Gemeinsam mit der „WalDie“-Big Band brachten die „men at voice“ das Publikum in Schwung. pm

NECKARTAILFINGEN (pm). Durch ein beeindruckendes A-cappella-Stück der „men at voice“ wurden die Gäste in der voll besetzten Martinskirche auf ein tolles und kontrastreiches Konzert eingestimmt. Der Dirigent Gerd Clauss begrüßte die Zuhörer in humorvoller Weise und machte einen kurzen Rückblick auf seine zehnjährige Tätigkeit.

Der Abend begann gleich mit einem Höhepunkt: „men at voice“, mit ihrem Solisten Klaus Fey, heizten mit einer flotten Elvis-Nummer ein. Faszinierend war die exakte Mehrstimmigkeit und rhythmische Genauigkeit des Background-Chors kombiniert mit einer traumhaften Solo-Stimme. Dieses Originalarrangement hat der Chorleiter extra für dieses Ensemble geschrieben. Auch in den aktuellen Charts ist dieser Chor zu Hause, was er mit einem Stück von Santiano bewies.

Ein weiteres Glanzlicht des Abends war das Frauenensemble „LaVida“, das unter der Leitung von Inge Wohlfarth sein Können unter Beweis stellte. Mit dem flotten Lied „Nette Begegnungen“ von Oliver Gies begrüßte es die Zuhörer. Mit weiteren bekannten Stücken aus Filmen wie „Que sera“ und „Cerf volant“, welches durch die Leichtigkeit der Klavierbegleitung von Luis Schmid glänzte, fuhr das Ensemble fort.

Anschließend begeisterte das als Mundakrobatik von Chorleiterin Wohlfarth angekündigte Musikstück „Nur ein Wort“ von der Gruppe „Wir sind Helden“. Die Sängerinnen trugen dieses schwere Stück gekonnt und souverän vor. Absolutes Highlight war die Zugabe, „I will follow him“ aus „Sister Act“, das rhythmisch und harmonisch perfekt gesungen wurde und die Begeisterung der Sängerinnen spüren ließ.

Zuhörer wurden zum Gospelchor

Wie macht man aus Konzertbesuchern einen Gospel-Chor? Chorleiter Gerd Clauss studierte in Windeseile mit der kompletten Kirche ein Gospel-Medley ein. Der Funken sprang blitzschnell über, und alle Gäste waren begeistert über den Klang. Dabei zeigte auch die „WalDie“-Big Band, wie gut sie im Improvisieren ist. Denn die Musiker spielten ganz spontan mit.

In der Laudatio, gehalten vom Vorstand des Sängerbundes Neckartailfingen, Wolfgang Kehrer, erfuhren die Besucher vieles über „men at voice“ und die produktive Arbeit von Gerd Clauss. Auch Pfarrer Konrad Maier-Mohns ließ es sich nicht nehmen, noch ein paar dankende Worte im Namen der Kirchengemeinde zu sprechen.

Schwungvoll weiter ging es in der zweiten Runde von „men at voice“. Bei „Da Doo Ron Ron“ klatschte die ganze Kirche mit. Eine Gänsehaut bekam man beim wunderbaren Solo von Klaus Fey bei „You raise me up“, gefühlvoll unterstützt mit den Männerstimmen. Den krönenden Abschluss des Männer-Ensembles bildete der gemeinsame Auftritt mit der „WalDie“-Big Band. Dirigent Gerd Clauss hatte extra für dieses Konzert ein Arrangement für die Big Band geschrieben, und so konnte Chor und Musiker gemeinsam „Just a Gigolo“ aufführen. Das Publikum honorierte dies mit lang anhaltendem Applaus.

Ein weiterer Höhepunkt war die WalDie Big Band der Waldorfschule Nürtingen. Unter Leitung ihrer temperamentvollen Dirigentin Amira Kaiser, die auch Saxofonistin ist, gelang es den jungen Musikern, einen Big-Band-Sound in die romanische Kirche zu zaubern. Das Ensemble begeisterte, egal ob bei präzisen Soli oder im rhythmisch exakten Satzspiel immer wieder aufs Neue. Man hatte das Gefühl, dass dieses Orchester nur aus Solisten besteht, so hoch war das musikalische Niveau. Mit Ohrwürmern wie „New York“ oder Jazz-Standards wie „Jumpin’ at the woodside“ überzeugten die jungen Künstler und durften erst nach der Zugabe, „Children of Sanchez“, die Bühne verlassen.

Zum Abschluss bedankte sich Gerd Clauss, der auch die die Gesamtleitung hatte, bei allen Mitwirkenden und allen Zuhörern für die Unterstützung dieses Benefizkonzerts.