Dienst am Nächsten

Pfarrer Hans-Peter Moser bringt viel berufliche Erfahrung mit in die evangelische Kirchengemeinde Wendlingen

Pfarrer Moser hat sich in seiner neuen Kirchengemeinde gut eingelebt. Foto: Kiedaisch

 02.02.2019, Von Gaby Kiedaisch

Nachdem Pfarrer Martin Frey sich in den Ruhestand verabschiedet hatte, hat die evangelische Kirchengemeinde Wendlingen seit September wieder einen neuen Pfarrer. Mit der Investitur von Pfarrer Hans-Peter Moser (wir berichteten) ist das Pfarramt Ost wieder besetzt.


WENDLINGEN. Pfarrer Hans-Peter Moser ist kein Unbekannter im Dekanat Nürtingen. Als Pfarrer war er von 2001 bis 2009 in der evangelischen Kirchengemeinde im Nürtinger Roßdorf tätig. Sein Weg als Seelsorger führte ihn danach ans Klinikum in Esslingen, wo er acht Jahre für die Patienten- und Personalbetreuung zuständig war. Bereits die seelsorgerische Pfarrstelle in Wendlingen fest im Blick, wo er nunmehr seit fünf Monaten ist, war er vorher an der evangelischen Kirche Hebsack-Rohrbronn im Remstal, das zum Dekanat Schorndorf gehört, und vertrat dort interimsweise den Pfarrer.

Geboren in Bruchsal und aufgewachsen in Ulm, wo er auch sein Abitur gemacht hat, studierte er in Bielefeld und Tübingen evangelische Theologie. Nach dem Abschluss 1994 absolvierte er das zweieinhalbjährige Vikariat in Eberdingen-Nußdorf im Dekanat Vaihingen/Enz, das er mit dem zweiten theologischen Examen abschloss.

Zusatzausbildungen in Psychologie und Palliativversorgung

Seine Erfahrungen auf einem siebenmonatigen Trip durch Ägypten und das Heilige Land zu wichtigen christlichen Stätten wie auch in einen Kibbuz, wo er bei der Arbeit half, will Moser nicht nur aus beruflicher Hinsicht nicht missen, sondern betrachtet seine dort gemachten Erfahrungen auch als Persönlichkeitsbildung, die er in seinen Beruf einbringen kann.

Weitere Stationen seines Berufslebens waren Mutlangen, dann Ludwigsburg, wo er zweieinhalb Jahre in der psychologischen Beratung tätig war und hier vor allem Ehepaaren und Familien lebensbegleitende Gespräche anbot. Moser hat dazu eine Zusatzausbildung in Psychologie in Gestalt der seelsorgerischen Beratung abgeschlossen. Der Theologe war auch in der Palliativversorgung tätig, wofür er sich ebenfalls weitergebildet hat.

Hans-Peter Mosers gemeindliche Arbeit ist stark von einem sozialdiakonischen Profil geprägt. Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit zählen neben der Seelsorge, der Bereich der Kindergärten und des Religionsunterrichts. Unter evangelischer Leitung stehen in Wendlingen vier Kindergärten mit insgesamt zwölf Gruppen.

Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Teams ist der 53-Jährige auch für die Initiativen Senfkorn und WERT, die nach dem Weggang von Pfarrer Frey weiter Bestand haben, sowie für den Diakonieladen in der Kirchheimer Straße.

Pfarrer Moser lebt mit seiner Frau Petra Mittmann und den beiden Söhnen Lorenz (18) und Niklas (14) auf dem Stumpenhof in Plochingen. Moser ist von der Residenzpflicht befreit.

Zu seinen Aufgaben in der evangelische Kirchengemeinde gehört auch die Konfirmandenausbildung. Demnächst steht erstmals eine Konfirmandenfreizeit in Erkenbrechtsweiler an. Damit sollen die Konfirmanden noch stärker die Möglichkeit erhalten, sich als Gruppe zu identifizieren und sich gemeinsam auf ihre Konfirmation vorzubereiten. Gespannt dürfte man sein, wenn sie ihren Konfirmationsspruch gestalterisch in ein Bild umsetzen werden. Denn das ist ein Teil der Aufgabe bei der Freizeit.

Moser freut sich schon heute auf den feierlichen Gottesdienst in der Osternacht. Die liturgische Feier beginnt am Ostersonntag um 5.30 Uhr in der dunklen Eusebiuskirche, wo mit der Osterkerze und den Kerzen der Gläubigen allmählich die Kirche erhellt werden soll. Bald schon werden auch mit dem Gesang der Mitfeiernden die Glocken der Kirche wieder erklingen. Als Zeichen der Trauer über den Leidensweg Jesus haben sie dann seit Gründonnerstagabend geschwiegen.