Pfarrer Andreas Stiehler verabschiedet

Nach zwölf Jahren in der Gemeinde Beuren hört Andreas Stiehler als Pfarrer auf und geht in den Ruhestand

Kirchengemeinderat Jochen Fürchtenicht (links) und Dekan Michael Waldmann (rechts) bedankten sich bei Dorothee Stiehler und Pfarrer Andreas Stiehler. Foto: Schäfer

02.05.2019, Von Carolin Schäfer

BEUREN. Nach zwölf Jahren seelsorgerischer Arbeit im Täle darf Andreas Stiehler von nun an zusammen mit seiner Frau Dorothee den wohlverdienten Ruhestand genießen. Vor seiner Zeit in Beuren war Stiehler bereits in den Kirchengemeinden Dettingen/Erms, Scharnhausen und Steinheim am Albuch tätig. In Beuren hat er vor allem die Kinder- und Jugendarbeit geprägt, aber auch gemeinsam mit seiner Frau den Verein „Miteinander – Füreinander – Beuren“ als Vorsitzender geleitet und aufgebaut.

„Ich fühle mich wie neugeboren“, sagte Stiehler bei seinem Abschiedsgottesdienst. Er sprach von seinem bevorstehenden Perspektivenwechsel und über die Dinge, die einem das Leben neu schenken, wenn andere verloren gehen und Aufgaben wegfallen.

Feierlich untermalt wurde der Abschiedsgottesdienst von den Jungbläsern und Bläsern, dem Kirchenchor, dem Kinderchor und dem Chor Intakt.

Dekan Michael Waldmann aus dem Kirchenbezirk Nürtingen entpflichtete den ausscheidenden Theologen der Aufgaben gegenüber der Württembergischen Landeskirche. Er ehrte ihn vor allem für seine umfassende Arbeit in den Kindergärten, als Religionslehrer an der Grundschule in Beuren und als Seelsorger in der evangelischen Kirchengemeinde.

Pfarrer Stiehler habe einen gewissenhaften und gehorsamen Dienst in der Gemeinde geleistet, viele neue Projekte gefördert und gefordert. Waldmann sprach von einem Tag der Wehmut, dem Tag des Abschieds von der Gemeinde und des Abschieds von einem Beruf und einer Berufung. „Bei seiner Arbeit hielt er immer die Menschen im Blick und lebte stets seine Berufung mit Freude und Ruhe“, so Waldmann. Er hatte vor fast genau zwölf Jahren Stiehler in der Nikolauskirche in sein neues Amt eingesetzt und betont, wie wichtig ihm ein erfahrener Pfarrer in der Kirchengemeinde Beuren sei. Umso größer fielen die Dankesworte während des Abschiedsgottesdienstes aus.

Beurens Bürgermeister Daniel Gluiber bedankte sich ebenfalls bei Stiehler für die Zusammenarbeit in der Gemeinde, seinen Einsatz, die wertvollen Impulse und Anstöße. Auch er wünschte ihm viel Kraft, Gesundheit und Energie für seinen Ruhestand.

Pfarrer Gunther Seibold aus Neuffen sprach stellvertretend für den Distrikt der sieben Kirchengemeinden im Neuffener Tal seinen Dank aus. Stiehler habe vieles geprägt und eine wichtige und gute Gemeinschaft gepflegt, Expeditionen geführt und die Zusammenarbeit im Distrikt gelebt. Grüße empfing Stiehler auch aus der katholischen Kirchengemeinde Sankt Michael.

Jochen Fürchtenicht, Zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates in Beuren, bedankte sich im Namen des gesamten Kirchengemeinderates für die enge Zusammenarbeit und sprach voller Bewunderung von Pfarrer Andreas Stiehler, „denn diesen Beruf kann niemand ohne Berufung ausführen“.

In seinem bevorstehenden Ruhestand möchte Stiehler nicht untätig bleiben. Der Arbeit im Verein Dornbusch, welcher sich für ein Miteinander christlicher Bewegungen einsetzt, wird er als Vorsitzender weiter nachgehen.